Blackoutvorsorge
Großwilfersdorf rüstet sich gegen Blackout

Informierten über den Blackout-Vorsorgeplan und richtiges Vorsorgen im Katastrophenfall: Blackout-Experte Walter Schiefer, Zivilschutzverband-Regionsleiter Günter Macher und Bürgermeister Johann Urschler.
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  • Informierten über den Blackout-Vorsorgeplan und richtiges Vorsorgen im Katastrophenfall: Blackout-Experte Walter Schiefer, Zivilschutzverband-Regionsleiter Günter Macher und Bürgermeister Johann Urschler.
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

GROSSWILFERSDORF. Das Thema Blackout, sprich ein plötzlicher, über Tage anhaltender und in weiten Teilen Europas stattfindender Strom- und Infrastrukturausfall, ist in aller Munde. Nach der Gemeinde Stubenberg, die im Sommer 2017 einen eigenen Blackout-Schutzplan erstellte, nimmt sich nun die Gemeinde Großwilfersdorf - als zweite Gemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, diesem Thema an. 

Eigener Krisenstab

Gemeinsam mit Einsatzorganisationen und Verantwortlichen der Infrastruktur, wie der Feuerwehr, Rettung, Polizei, dem E-Werk Großwilfersdorf und den Infrastrukturverantwortlichen der Bereiche Wasser, Abwasser und Wärme erstellte die Gemeinde einen umfassenden Blackout-Schutzplan mit eigenem Kristenstab. "Als Bürgermeister ist man schließlich auch Katastrophenreferent, dieser Verantwortung muss man sich bewusst sein. Mir war es wichtig einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist", betonte Bürgermeister Johann Urschler.

"Inseln" zur Stromversorgung

Sollte der Strom also für längere Zeit ausfallen wird Großwilfersdorfs Krisenstab aktiv. Durch den Aufbau eines Strominselnetzes durch das E-Werk Großwilfersdorf an unterschiedlichen Standorten im Gemeindegebiet, ist bei einem totalen Stromausfall die Grundversorgung mit Strom, Wasser und Wärme weiterhin gewährleistet. Neben dem Gemeindeamt als Einsatzzentrale werden unter anderem das E-Werk, das Biomasse Heizwerk, die Gartenbauschule sowie die Rüsthäuser in Großwilfersdorf, Hainfeld, Hainersdorf und Obgrün zu sogenannte "Strominseln" umfunktioniert. Auch Notunterkünfte werden eingerichtet.

Umsetzung im Frühjahr 2019

Der Katastrophenschutzplan sei fertig ausgearbeitet, für die Umsetzung bedürfe es noch die Anschaffung von leistungsstarken Stromaggregaten sowie einer blackoutresistenten Fotovoltaikanlage", erklärt Walter Schiefer, ehemaliger Geschäftsführer der Feistritzwerke, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. "Ein Teil der nötigen Geräte sind bereits angeschafft worden, der Rest wird in den nächsten Monaten erfolgen", erklärt Urschler, dass man bereits heuer im Frühjahr mit der Umsetzung beginnen will.

Wie kann man selbst vorsorgen?

Wissen was im Ernstfall zu tun sei, betreffe aber nicht nur die Einsatzorganisationen, sondern auch die Zivilbevölkerung.
"Trotz der Blackout-Vorsorge werden nicht alle Häuser im Gemeindegebiet Strom haben", so Schiefer. Umso wichtiger sei es auch privat vorzusorgen.
Neben der Installation einer blackoutresistenten Fototovoltaikanlage könne man die Stromversorgung auch mit einem Notstromaggregat sichern.

Nach 2 bis 3 Tagen wieder Strom

Auch der Zivilschutzverband informiert darüber, wie man als Privatperson vorsorgen kann:"Man sollte immer ein paar grundlegende Dinge wie eine Taschenlampe, Kerzen, ausreichend Wasser, haltbare Lebensmittel, Decken, einen Gaskocher, benötigte Medikamente, sowie einen Batterieradio zu Hause haben", so Günter Macher vom Zivilschutzverband. Angst müsse man keine haben, denn in der Steiermark sollten Gemeinden im Normalfall nach zwei bis drei Tagen wieder mit Strom versorgt sein.

Zweite Infoveranstaltung

Aufgrund der großen Nachfrage, wird die Infoveranstaltung zum Thema Blackout-Schutz in der Gemeinde Großwilfersdorf, am Mittwoch, 13. Feber um 19 Uhr in der Georgshalle in Hainersdorf statt.

Weitere Infos zu Selbstschutzmaßnahmen im Falle eines Blackouts: www.zivilschutz.steiermark.at

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