Innovative Kulturarbeit

Der Saxophonist Georg Gratzer hat als aktiver Künstler sehr genaue Vorstellungen von regionaler Kulturarbeit auf der Höhe der Zeit.
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Anger hat kulturelle Tradition, die sich nicht in den Weihnachtsausstellungen von Bastelrunden erschöpft, sondern Kunst und Kultur in einem urbanen Sinn aufgreift und auf eine ländliche Lebenssituation überträgt. Damit meine ich vor allem den „Angerer Frühling“.

Das war immer auch ein Blick in die Welt, den Initiator Alois Almer offengehalten hat. Eine nachfolgende Generation macht die Dinge freilich anders. Und das ist gut so, weil Veränderung ein zentrales kulturelles Gut ist.

Der Musiker Georg Gratzer sagt, daß er stets gerne nach Anger zurückkommt. Aber er muß immer wieder in die Welt hinaus. Weit weg, in große Kontraste. Sie ahnen es: Davon profitiert dann auch das regionale Kulturgeschehen.

Gratzer ist einer der Initiatoren von „10days10artists“. Ein feines Festival der Gegenwartskunst, mit dem ausgelotet wird, was kulturelles Engagement abseits des Landeszentrums (Graz) heute bedeuten kann. Der Verein „KOMM.ST“ hat damit ganz neue Möglichkeiten erschlossen, wir die Dinge laufen können.

Das Festival „10days10artists“ wurde 2012 eine kühne Mischung aus Werkstatt und Labor, Begegnung und Diskurs. Und zwar nicht „zentralisiert“, sondern in einem Ereignisbogen von Anger über Weiz bis Pischelsdorf. Durch dieses Prozeßhafte haben Menschen der Region ungewohnte Gelegenheiten, sich mit Strategien und Inhalten der Gegenwartskunst vertraut zu machen.

Es sind genau solche Verfahrensweisen, in denen die Provinz das Provinzielle hinter sich läßt.

Um diese Anregungen nicht verebben zu lassen, brauchen derlei Projekte Dauer, denn im Kulturellen gibt es keine „Ruck-Zuck-Effekte“. Diese schnellen, kurzlebigen Effekte bleiben konsumorientierter Event-Tätigkeit vorbehalten, wobei auf Tiefgang verzichtet werden muß.

Wolfgang Berger, Regionalmanager der LEADER-Region „Oststeirisches Kernland“, weiß um den Faktor Zeit, wenn im realen Leben Nachhaltiges gelingen soll. Es geht um menschliche Kommunikation und um Erfahrungsmöglicheiten. Das sind Prozesse auf Jahre.

Mit seiner „Initiative für Neue Zeitkultur“ führte Berger nun eine Kooperation zwischen „KOMM.ST“ und der Gleisdorfer Kulturplattform „kunst ost“ herbei. Ein weiterer Schritt, um ortsübergreifende Wissens- und Kulturarbeit zu festigen.

Wo: Zeitkultur, Kaindorf 300, 8224 Kaindorf bei Hartberg auf Karte anzeigen
Der Saxophonist Georg Gratzer hat als aktiver Künstler sehr genaue Vorstellungen von regionaler Kulturarbeit auf der Höhe der Zeit.
Der LEADER-Manager Wolfgang Berger erachtet Kunstpraxis als wichtigen Beitrag zur Regionalentwicklung
Autor:

martin krusche aus Weiz

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