Fürstenfeld
Kein Kompromiss am runden Tisch

Der runde Tisch mit Mitgliedern der "Bürgerinitiative lebenswertes Fürstenfeld" und der Stadtgemeinde Fürstenfeld brachte keine Einigung.
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  • Der runde Tisch mit Mitgliedern der "Bürgerinitiative lebenswertes Fürstenfeld" und der Stadtgemeinde Fürstenfeld brachte keine Einigung.
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Stadtgemeinde Fürstenfeld und Bürgerinitiative lebenswertes Fürstenfeld (Bilf) trafen sich zur Aussprache zum runden Tisch.

FÜRSTENFELD. Die Ansiedelungsentwicklung "Schalk-Gründe" Bergkamm und Welsdorf sorgt für Konfliktpotential in Fürstenfeld. Die "Bürgerinitiative lebenswertes Fürstenfeld (Bilf) wehrt sich gegen das Bebauungskonzept der Stadtgemeinde. Am runden Tisch trafen sich die beiden Parteien zur Aussprache. Die Bilf übt vorwiegend Kritik an der regionsuntypischen Verbauung sowie der Versiegelung weiterer Flächen in der Stadt.

Naherholungsgebiet statt Bauland

"Es gibt genug Leerstände in Fürstenfeld, der Bergkamm soll nicht Bauland, sondern ein Naherholungsgebiet sein", betonten Franz Sommer und Martin Wabl von der Bilf. "Es gibt keine weiteren alternativen Flächen, die ihr ansprecht", berief sich Bürgermeister Franz Jost auf das Raumordnungsgesetz des Landes Steiermark, das die Entwicklung, Verdichtung und Konzentration bereits bestehender innerer Siedlungsgebiete bei bereits vorhandener Infrastruktur vorsieht.

"Immer offen für Gespräche"

Außerdem habe man mit dem auf 50 Prozent beschränkten Ankauf des ausgewiesenen Baulands und mit 18 statt der ursprünglich geplanten 37 Parzellen sowie dem neuen Verkehrskonzept am Bergkamm schon einen Konsens gefunden, so Jost. Die von der Bilf vorgeschlagenen Flächen, wie das Wienerberger Gelände seien Industriegebiet und nicht als Bauland gewidmet. "Uns geht es grundsätzlich um die Transparenz, und darum, dass die Bürger Einblick haben, was in unserer Stadt passiert", warf Sommer der Stadtgemeinde vor, Beschlüsse ohne Absprache mit Anrainern getroffen zu haben.

"Der Vorschlag der Stadtgemeinde ist für uns kein Kompromiss. Einen Park anzulegen war auch bereits unsere Idee." - Franz Sommer

Dies wies die Stadtgemeinde wiederum auf das Schärfste zurück. "Wir waren und sind immer offen für Gespräche", betonte Jost, dass es während und im Anschluss an die Projektplanungen, bei der öffentlichen Einsicht sowie bei der Präsentation des örtlichen Entwicklungskonzepts immer wieder Gespräche mit Anrainern gegeben habe.

Furcht vor Überschwemmung

Auch die Stabilität des Hangs sowie die Gefahr von Überschwemmungen und Schlammlawinen durch Oberflächenwasser bereiten der Bilf Sorge. "Gerade durch die Bebauungsauflagen wird der Hang stabilisiert", erklärte Werner Gutzwar, der sich als ehemaliger Bürgermeister zu Wort meldete. Es seien zwei Retentionsbecken geplant, die künftige Kanalisation bewirke zudem eine deutliche Entlastung des Hangs.

"Wir haben nach Gesprächen mit Anrainern mit der Planung von 18 statt 37 Bauparzellen bereits einen Konsens gefunden." - Bgm. Franz Jost

"Wollen Kompromisse hören"

Diese Argumente ließ die Bilf nicht gelten. "Wir sind heute nicht hier, um Beschwichtigungen und Verteidigungen zu hören, sondern Kompromisse", so Dagobert Eberdorfer von der Bilf. Von der Bürgerinitiative wurde daher eine Nachdenkpause von einem Jahr gefordert. "Wir haben bereits Grundstücke verkauft. Die Eigentümer wollen noch heuer mit dem Bau beginnen", konterte Jost, der eine Schaffung eines 7.000 Quadratmeter großen Freibereichs an der Bergkammstraße vorschlug. Dieser könne als Park genutzt werden.

Keine Einigung 

Laut Sommer steht ein derartiger Vorschlag aber nicht zur Debatte. "Das ist kein Kompromiss. Die Idee mit dem Park haben wir bereits vorgeschlagen". Da das Grundstück einem Bilf-Mitglied gehört, stünde die Überlegung im Raum, dieses selbst zu pachten oder anzukaufen. Fest steht, die Bilf will ihrer Linie treu bleiben. "Zu weiteren Gesprächen in dieser Form sind wir nicht mehr bereit", betonte Sommer. "Auch die Stadtgemeinde beharrte auf ihrem Standpunkt und will am Bebauungskonzept fest halten.

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