Meine Braut, der Bauer und ich!

Fotos: Pfarrer Sighard Schreiner
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Der Theaterverein „Festenburg spielt“ ist unter anderem dadurch bekannt, dass sie vor dem Hauptstück immer einen „Sketch“ – quasi zum Aufwärmen der Lachmuskulatur - zum Besten geben. Heuer waren HC Strache, Johann Gudenus und die „scharfe“ russische Oligarchin mit den schmutzigen Füßen aus Ibiza zu den Aufführung im stets ausverkauften Saal des GH Schwarz nach Festenburg angereist! Allein dieser Sketch war – zack, zack, zack - das Eintrittsgeld wert!

Auch das Hauptstück, die Komödie „Meine Braut, der Bauer und ich“ begann als „bsoffene Gschicht“, konkret in der „Studentenbude von Stefan Fretter, einen studierenden Bauernsohn und seinem WG – Partner Paul Osborn, die vor und nach dem Theaterstück eigentlich Alexander Gremsl und Michael Inschlag genannt werden. Den beiden Studenten interessieren die Uni-Vorlesungen nur am Rande, aber als „Partylöwen“ sind sie Weltklasse. Die beiden stehen immer mit 2 bis 4 Promille „mitten im Leben“, was sich aber sehr negativ auf ihre Finanzen auswirkt und daher unweigerlich zu Problemen führt. So bekommen sie fast täglich Besuch von ihrem cholerischer Wohnungsvermieter Ing. Gerd Knappsack (Thomas Gremsl), der ihnen mit seinen lautstarken Wohnungs-Kündigungen-Drohungen ihr Leben auch nicht unbedingt erleichtert. Paul beruhigt den Vermieter vorerst mittels 300 €, was seinen Studienkollegen Stefan doch etwas erstaunt. Paul erzählt ihm etwas von einer „stillen und geheimen Einnahmequelle.“ Da in diesem Moment Sonja Hopp (bürgerlicher Name: Lisa Köck) auftaucht, endet diese Diskussion abrupt. Alleine erklärt dann Paul seiner Sonja, dass er heimlich an die Familie von Stefan, die sehr wohlhabend sind, „Schnorrerbriefe“ in Stefans Namen schreibt und sie um Geld bittet, welches er auch immer bekommt. Und als er schrieb, dass er sich (also Stefan) verlobt hat, überwiesen sie ihm gleich 1.000 Euro – also ein sehr lukratives Geschenk. Sonja ist davon nicht gerade begeistert und schlägt ihm vor, dass er und Stefan sich bei einer Pharma – Firma als Tablettentester bewerben sollen! Dafür bekämen sie gleich 2.000 Euro bezahlt. Dieser hohe Beitrag überzeugte die Beiden und sie willigen ein, dieses Angebot anzunehmen.

Dr. Frauke Engel, die Vertreterin der Pharma-Firma (Kathrin Hofer-Fischanger, ein Fixstar dieser Theatergruppe) schloss mit den beiden Studenten einen Vertrag ab, wobei sie auch eingehendst auf mögliche Nebenwirkungen, wie etwa Schluckauf, Überempfindlichkeit, Reizbarkeit, Errektionsstörungen, Inkontinenz und möglicherweise auch Halluzinationen und Juckreiz, Blähungen mit unterschiedlichsten „Auswürfen“ oder hormongesteuerte Triebhaftigkeit mit Dauererrektion hinwies.

Als ob es nicht schon genug Probleme geben würde, besuchen Stefans Eltern Hermann und Anneliese Fretter (Martin Inschlag und Bernadette Kirchsteiger) komplett überraschend ihren Sohn Stefan und bringen dadurch ein gewaltiges Chaos in das Leben von Stefan und Paul. Stefans Vater will seinen Sohn unbedingt auf den bäuerlichen Hof zurückbringen, weil er ihn dringend zur Arbeit benötigt. Und vor allem wollen seine Eltern seine Verlobte sehen, die ihnen Paul vorgegaukelt hat, um Geld zu bekommen und tatsächlich auch 1.000 Euro überwiesen bekam. Ihm ersten Moment dachte Stefan, dass er durch die Tabletten Halluzinationen bekommen hätte, doch nach und nach begriff er den Ernst de Situation.

Stefan schickt seine Eltern, die von der Anfahrt sehr müde waren schlafen, und knüpfte sich dann Paul vor, der zwangsweise Farbe bekennen musste. Da kommt ihnen die glorreiche Idee, dass sich Paul als Frau verkleidet und Stefans Verlobte spielt. Und so verwandelt sich Paul zu Paula. Ein Meisterstück der Maskenbildner verlieh Paul fast schon „erotische weibliche Züge“. Das Publikum zumindest quittierte die Umwandlung von Paul zu Paula mit tosendem Applaus und Lachstürmen! Besonders schwärmte Hermann, Pauls Vater über dieses „Prachtweib“.

Eng wurde es erst wieder als Stefans Mutter stolz erklärte, dass sie für die bevorstehende Hochzeit einen „Wedding – Planer“ den berühmten „Jean von Valentin“ bestellt hat, der diese Hochzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis machen sollte. Wirkliche Freude hat sie damit Stefan und Paul nicht unbedingt gemacht, eher schon das Gegenteil. Und dann erscheint der Heiratsexperte Jean (Christian Inschlag) mit Kameramann Rudi (Lechner Christoph) tatsächlich. Zu Stefan und Pauls Glück stellt sich auch der Brautvater wegen der hohen Gagenforderungen des Hochzeitsexperten gegen den Experten, worauf Jean von Valentin mit seinem Fotografen vergrämt die „Flucht“ ergreift. Die nachfolgende Idee des Brautvaters das Hochzeitskleid, gemeinsam mit Paula kaufen zu gehen, war auch nicht unbedingt eine gute Idee. Aber er besteht darauf und noch mehr, er umgarnt Paula mit großen Komplimenten und verliebt sich anscheinend sogar in Paula. So ganz nebenbei isst er auch noch die frei am Tisch liegenden Versuchstabletten, bevor sie dann wirklich das Brautkleid kaufen gehen.
Zu allem Überfluss verschlechtert sich durch das „Tablettenexperiment“ der Gesundheitszustand von Stefan immer mehr. Sein Köper juckt ständig und ein Ganz-Körper-Ausschlag erschweren ihm das Leben zusätzlich! Wegen er restlichen Sorgen nimmt Stefan das Desaster nicht so richtig wahr, aber Frau Dr. Engel macht sich über ihn große Sorgen. Stefan kündigt ihr den Vertrags - Austritt an, was aber juristisch nicht möglich war.

Schwer gezeichnet vom Alkohol und den Tabletten kommt der der Großbauer Hermann Fretter und „seine Paula“ nach einem anscheinend turbulenten „Hochzeitskleidkauf“ nach Hause und schlafen auf der Coach im Wohnzimmer nebeneinander ein - Paula bekleidet mit dem schönen weißten Hochzeitskleid. Pächter Ing. Gerd Knappsack siehst sie am Morgen als Erster und kann das Ganze gar nicht fassen. Danach betritt Dr. Engel die Bühne und bildet sich ein, dass Paul durch die Tabletten einer Geschlechtsumwandlung zum Opfer fiel. Und dann kommt Fretters Ehefrau, sieht die Beiden und ist alles andere als begeistert. Doch weil sie den „Wedding Planer“ für diesen Tag bestellt hat, versucht sie, die Stimmung nicht aufzuheizen. Doch der Auftritt von Jean von Valentin war wegen neuerlicher Meinungsunterschiede nur von kurzer Dauer. Wild gestikulierend verlies Jean die Wohnung! Und auch Pauls Freundin Sonja hält das alles nicht mehr aus und verlässt ihren Paul. Und um die ganze Geschichte nicht noch mehr eskalieren zu lassen, kommen Stefan und Paul auf die Idee, sich vor ihren Eltern zum Schein zu schlagen und damit dieser „Pseudo – Beziehung“ ein Ende zu bereiten. Paul(a) erklärt noch dazu Frau Fretter, dass ihr Mann ein Auge auf sie geworfen hat. Zu allem Überdruss kommt auch noch der Vermieter und schreit sich die Seele aus dem Leib, weil jemand ins Stiegenhaus „gespien“ hat. So spielen sich gleich mehrere Kriege auf der Bühne gleichzeitig ab! Die Familie Fretter und der Hausverwalter verlassen die Wohnung, und so stehen Paul und Stefan wieder allein in ihrer Studentenwohnung. Zu guter Letzt erscheint noch einmal Dr. Frauke Engel, die noch immer der Meinung ist, dass Paul eine Geschlechtsumwandlung erlitten hat, und bietet den Beiden die Kündigung des Tabletten – Testprogrammes, mitsamt einer saftigen Belohnung an, mit der Auflage, nicht gegen den Pharma- Konzern zu klagen. Dieses Angebot wird von Beiden sehr gerne angenommen. Und so gibt es für Stefan und Paul zu guter Letzt doch noch ein relativ gutes Ende der Komödie!

Autor:

Franz Bergmann aus Hartberg-Fürstenfeld

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