Sommerferien mit weinendem Auge

Stein bleibt ein Jahr, um den Fortbestand des Schulbetriebes zu sichern.

Mit der mühsamen Errungenschaft, die Volksschule Stein laut dem amtlichen Bescheid des Landes noch ein Jahr als öffentlich rechtliche Schule bis zur Schließung weiterführen zu dürfen, geben sich weder Bürgermeister Johann Fuchs, noch die Eltern der eingeschulten Kinder noch die Steiner Bevölkerung zufrieden (die WOCHE berichtete mehrmals ausführlich).
Gegen den ergangenen Schließungsbescheid für den Schulbetrieb mit Beendigung des Schuljahres 2012/13 wurde inzwischen von der Gemeinde Stein eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Diesen Einspruch untermauerte der Gemeinderat mit einem vorangegangenen einstimmigen Beschluss.

Ein Jahr gewonnen

„Im Fall der wie ein Damoklesschwert über uns schwebenden, angedrohten Schulschließung nächstes Jahr sind mehrere Grotesken zu verzeichnen. Eine davon ist, dass wir spätestens 2015 in Stein 21 Schulkinder haben werden“, schildert Ortschef Fuchs die Umstände. Aus Erfahrungsberichten von steirischen Schulen, die früher als die Gemeinde Stein den Schließungsbescheid zugestellt erhielten und deren Beschwerden inzwischen abgewiesen wurden, kann Fuchs von einem weiteren Novum außerhalb bisher üblicher Vorgehensweisen berichten. Im Regelfall lasse sich der Verwaltungsgerichtshof für Entscheidungen häufig bis zu einem Jahr Zeit. In puncto Schulschließungen seien aber binnen eines Monats die Entscheidungen getroffen und Abweisungsbescheide zugestellt worden, kann sich Fuchs nur mehr wundern. Da die Gemeinde Stein als eine der letzten den Bescheid nach monatelangem Tauziehen von Jänner 2012 bis Juni des Jahres erhalten hat, ist unter Berücksichtigung der sechswöchigen Beschwerdefrist die Entscheidung noch ausständig.
„Wir haben auf jeden Fall ein Jahr gewonnen, da sich im September die Schultore wie gewohnt öffnen werden. Grundsätzlich rechne ich aber ebenso mit der Ablehnung“, so Fuchs.

Pädagoge gesucht

In Stein wird emsig an einem Konzept gearbeitet, das für mindestens zehn Jahre den Schulbetrieb als Privatschule mit anerkannten Lehrplänen und Öffentlichkeitsrecht, um das angesucht werden muss, sichert. Als Träger wird die Gemeinde fungieren. Für die Finanzierung werden passende Sponsoren gesucht.
Fuchs ist es wichtig, für die Konzipierung einen engagierten Pädagogen zu finden, um von vornherein einen Unterricht gewährleisten zu können, der allen modernen Anforderungen des Schulwesens entspricht. „Dass wir auf dem richtigen Weg sind, beweist, dass Eltern aus anderen Wohngemeinden angefragt haben“, erklärt der Bürgermeister.

Autor:

Waltraud Wachmann aus Hartberg-Fürstenfeld

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