Feuerwehren im Dauereinsatz
Starkregen und Sturm setzten Fürstenfeld unter Wasser

"Land unter" in Fürstenfeld: das gestrige Unwetter richtete in weiten Teilen des Stadtgebietes Fürstenfeld und den Ortsteile Übersbach und Altenmarkt massive Schäden an.
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  • "Land unter" in Fürstenfeld: das gestrige Unwetter richtete in weiten Teilen des Stadtgebietes Fürstenfeld und den Ortsteile Übersbach und Altenmarkt massive Schäden an.
  • Foto: Stadtgemeinde Fürstenfeld
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

HARTBERG-FÜRSTENFELD. Starke Unwetter, die gestern über weite Teile der Oststeiermark zogen, hinterließen auch im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld Spuren der Verwüstung. Besonders stark betroffen war der Süden des Bezirks rund um Fürstenfeld. Die umliegenden Feuerwehren sind seit gestern Nachmittag im Dauereinsatz.

Starkregen und Sturm verursachten vor allem im Süden des Bezirks enorme Schäden. Besonders betroffen war das Stadtgebiet Fürstenfeld und die Ortsteile Altenmarkt und Übersbach. Wie die Stadtgemeinde berichtet, standen hunderte Häuser und Gewerbeobjekte unter Wasser. Ein Dammbruch in Altenmarkt flutete einen ganzen Landstrich samt Siedlungsgebiet, entlang der Stadtauffahrt in der Kusmanekstraße rutschten Teile des befestigten Hanges ab, in Übersbach erreichte der Dorfbach kritische Pegelstände.

Rathauslinde musste gekappt werden

Die Fehringerstraße Richtung Übersbach war vom Hochwasser ebenso betroffen wie Abschnitte in der Bergkammstraße, unzählige Bäume stürzten um, unter anderem bei der Weiß-Kapelle und direkt vor dem Rathaus. Auch die rund 100 Jahre alte Rathauslinde wurde Opfer des Unwetters und schlug in das Dach des Rathauses ein, das eindringende Wasser tropfte vom Deckenbereich des Sitzungssaales. Aus Sicherheitsgründen musste die Linde von der Feuerwehr gekappt werden.

Haushalte, Freibad und Campingplatz überflutet

Unzählige Haushalte und Keller standen unter Wasser. Da auch das Rüsthaus der Stadtfeuerwehr Fürstenfeld von Überschwemmungen betroffen war, musste dieses - vor dem Ausrücken - von Kameraden der Nachbarfeuerwehren ausgepumpt werden. Auch das Fachmarktzentrum Fürstenfeld als auch das Freibad Fürstenfeld und der Campingplatz sind von den enormen Überflutungen und Sturmschäden betroffen. Das Stadtwerke Fürstenfeld- und Siegl‘s Freibadrestaurant-Team sei ununterbrochen im Einsatz die Schäden zu beheben, um das Freibad für den Badebetrieb wieder herzurichten, heißt es auf der Facebook-Seite des Freibades Fürstenfeld.

Feuerwehren im Dauereinsatz

"Seit gestern sind sämtliche Feuerwehren des Bereiches im Dauereinsatz", berichtet Bereichsfeuerwehrkommandant und Fürstenfelds Stadtfeuerwehrkommandant Gerald Derkitsch, der auch bei der von der Stadtgemeinde einberufenen Hochwasser-Krisenstabsitzung heute früh im Rathaus vor Ort war, wo man eine aktuelle Bilanz über die Hochwasserkatastrophe zog. Im ganzen Bereich Fürstenfeld wurden innerhalb von acht Stunden mehr als 200 Einsätze von 250 Kameradinnen und Kameraden bewältigt.

Landesrat in Katastrophen-Region vor Ort

Auch Landesrat Johann Seitinger war heute im Katastrophengebiet vor Ort, um sich von den Unwetterschäden ein Bild zu machen. Noch steht das Schadensausmaß nicht fest, der Landesrat zeigte sich jedoch vom Ausmaß sehr betroffen, betonte aber auch: „Wir sind mit den Hochwasserschutzmaßnahmen am richtigen Weg. Das aktuelle Ereignis führt uns das einmal mehr drastisch vor Augen. Angesichts des Klimawandels sind wir dabei, nun auch die Nachfolgekonzepte zu den begonnenen Projekten zu forcieren und weitere Prioritäten zu setzen. Dazu zählt auch, dass wir die die Ratifizierung der Raumordnung konsequent weiterverfolgen."

Informationen aus den umliegenden Gemeinden:

Feuerwehren aus dem Abschnitt 2 (Hainfeld, Hochenegg, Ilz, Kalsdorf/Buchberg, Neudorf und Ottendorf) waren im Großraum Ilz im Einsatz. Die Hauptstraße in Ilz glich einem Fluss. Die Schule und Raika Ilz, zahlreiche Keller und Großbetriebe wurden überflutet. Zahlreiche Bäume stürzten über Straßen und in Mutzenfeld ereignete sich zeitgleich ein Verkehrsunfall bei der Kreuzung Holunderhalle.

250 Kameraden im Einsatz

Auch in Hainersdorf und Riegersdorf waren Kameraden im Einsatz, um überfluteten Keller auszupumpen, sowie Hangrutschungen und umgefallenen Bäumen Herr zu werden. In Riegersdorf wurde ein Heizungskeller überflutet und löste einen Ölalarm aus.
In Jobst und Lindegg wurden Keller überflutet und auch hier lagen Bäume auf der Straße und mussten entfernt werden. In Bierbaum mussten Keller und bei einem Großbetrieb Auspumparbeiten durchgeführt werden. Der Abschnitt  rund um Söchau, Übersbach und Bad Loipersdorf blieb vom Hochwasser verschont, so konnten die Kameraden in Fürstenfeld aushelfen.

Landesrat sichert Hilfe aus Katastrophenfonds zu

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