Wir dürfen nicht stehen bleiben

ÖGB-Regionalsekretär Walter Neuhold und ÖGB-Funktionärinnen machten auf Ungerechtigkeiten aufmerksam. 	Foto: KK
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ÖGB-Funktionärinnen machten auf Ungerechtigkeiten aufmerksam.
Den Internationalen Frauentag nahmen die Funktionärinnen und ÖGB-Regionalsekretär Walter Neuhold zum Anlass, um den Widerspruch zwischen gesetzlichem Gleichbehandlungsgebot und realer Lebenssituation von Frauen aufzuzeigen. Obwohl immer mehr Frauen gut ausgebildet sind, ist es nicht gelungen, die Einkommensunterschiede zu verkleinern. Frauen arbeiten zu oft in unterbezahlten Berufen, in unfreiwilliger Teilzeit oder gar in Minijobs.
Beschäftigte steigen je nach Kollektivvertrag oft im Abstand von zwei bis drei Jahren in eine höhere Gehaltsstufe auf. Frauen, die in Karenz gehen und diese nicht oder nur teilweise angerechnet bekommen, sind damit hinsichtlich Urlaubsanspruch, Entgeltfortzahlung oder auch Kündigungsfrist, und bei Vorrückungen benachteiligt. „Darum fordern wir die bessere Anrechnung von Karenzzeiten generell, in allen Branchen“, so Neuhold.
Damit Frauen echte Aufstiegschancen haben, braucht es aber auch bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die ÖGB Frauen fordern daher neben dem Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuungsangebote mit entsprechenden Öffnungszeiten auch die Einführung eines bezahlten Papamonats. Damit sollte den Vätern gleichzeitig ein Einstieg in eine Elternkarenz erleichtert werden. Der Ausbau der „Sozialen Infrastruktur“ ist noch immer eine Notwendigkeit, wenn beinahe jede zweite Frau deshalb in Teilzeit arbeitet, weil Betreuungspflichten in der Familie einen Vollzeitjob unmöglich machen. Teilzeit ist aber auch eben nur Teilentgelt mit allen negativen Auswirkungen wie beispielsweise auch niedrige Pensionen.

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