Seltener Zierbaum in Auffen
Blauglockenbaum überstrahlt den Sitzgarten des Gasthauses

Hier lässt es sich gut rasten!
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  • hochgeladen von Robert Kaspret

Wie oft bin ich schon daran vorbeigefahren? Mir ist er erst dieses Jahr aufgefallen, der Blauglockenbaum direkt beim Gasthaus Schneider in Auffen. Gleich daneben steht auch der vielleicht manchen bekannte Kneipp-Turm, 30m hoch, nicht zu übersehen.
Die Pflanze wird auch "Kaiserbaum" genannt und gehört zu den Lippenblütlern. Beheimatet ist er eigentlich in China, kommt aber als Zierpflanze auch gerne in Japan, Nordamerika und Europa vor. Der Baum stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden; er bevorzugt nicht zu arme, mäßig trockene Böden. Ein warmer, windgeschützter Standort in sonniger Lage ist wichtig für den Blauglockenbaum. In der Jugend ist er frostempfindlich und benötigt Winterschutz durch Einbinden mit Stroh oder Frostschutzmatten. Nach dem Rückschnitt der erfrorenen Triebe erfolgt ein starker Neuaustrieb. Später ist der Blauglockenbaum winterhart. Der Baum kann sich aus kleinen Ritzen in Mauern und Pflaster entwickeln.
Er blüht im April und Mai und verbreitet einen starken Vanille-Duft. Die Blüten sind zwittrig und mit ihrer Glockenform sehr schön anzusehen. Der Blauglockenbaum verfügt über spezielle Ausscheidungsdrüsen und Drüsenhaare, die Schleimstoffe absondern, welche Insekten, vor allem Ameisen, anlocken. Diese dienen dann dem Baum als Schutz vor Pflanzenfressern.
Der Blauglockenbaum ist ein sehr schnell wachsender, oft reich verzweigter, sommergrüner, laubabwerfender Baum mit durchschnittlicher Wuchshöhe von ca. 15 m, er kann aber um einiges höher werden.
Das Holz ist leicht, schwer entflammbar, es isoliert gegen niedrige Temperaturen, ist trotz der hohen Wachstumsraten vergleichsweise stabil und optisch ansprechend. Es wird verwendet für Möbel, Surfboards oder Tischtennisschläger. In Japan wird es auch „Kiri-Holz“ genannt. Wegen der Klangholz-Eigenschaften wird das Holz auch für Musikinstrumente verwendet, etwa im Korpus von Elektrogitarren.
Der Blauglockenbaum war Teil einer Vielzahl von japanischen Wappen, darunter eine Variante – Go-Shichi no Kiri genannt –  die neben der Chrysantheme vom japanischen Kaiserhaus geführt wurde (deswegen "Kaiserbaum"). Heute bildet diese das Wappen des Premierministers und seines Kabinetts.

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