Der Ortskern muss weiter lebendig bleiben

Gemeinsam an einem Strang ziehen: Florian Ferl, Bgm. Karl Pack, Wolfgang Sauer, Rosmarie Strecker, Hans Draxler, Ferdinand Roth und Sigi Breiner (v.l.)
  • Gemeinsam an einem Strang ziehen: Florian Ferl, Bgm. Karl Pack, Wolfgang Sauer, Rosmarie Strecker, Hans Draxler, Ferdinand Roth und Sigi Breiner (v.l.)
  • hochgeladen von Alfred Mayer

Ein City Check soll für neuen Schwung und wirtschaftliche Belebung in der Innenstadt sorgen.
Die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Steiermark präsentierte im Saal der Hartberger Wirtschaftskammer den City Check, ein Modell, wie historisch gewachsene Städte wie Hartberg neues Leben und frischen wirtschaftlichen Schwung in ihre Innenstädte bringen können. Wirtschaftkammer-Regionalstellenobmann Sigi Breiner konnte dazu neben Spartenobmann Wolfgang Sauer und Bürgermeister Karl Pack und Wirtschaftstreibende und Immobilienbesitzer der Stadt Hartberg begrüßen.
Für Sauer geht es in erster Linie darum, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, damit es gelingt, den Ortskern als Gegenpol zu den künstlichen Welten am Stadtrand lebendig zu halten. „Und Hartberg hat dafür die besten Voraussetzungen“, so Sauer.
Genaue Analyse
Vorgestellt wurde der City Check von Hans Draxler, Obmann der Initiative für Ortskernbelebung „Netz.Werk.Stadt“. In einem ersten Schritt werden Parameter für die Lebendigkeit und die Kompetenz von Klein- und Bezirksstädten in ihrer Rolle als regionale Einkaufsstädte überprüft. Dabei werden die wichtigsten Qualitätsstandards der fünf Bausteine erfolgreicher Einkaufsstädte analysiert. Diese Bausteine, kurz zusammengefasst als die 5 A sind die Anfahrt (u. a. Leit- und Orientierungssysteme, Parklogistik), die Auswahl inklusive Leerflächenmanagement, der Auftritt (Öffnungszeiten, Marketing, Gemeinschaftswerbung), das Ambiente (u. a. Sauberkeit und Sicherheit) und A x 4, dazu zählt unter anderem das Einbeziehen der Peripherie in das Handelsstadtmarketing.
Handlungsempfehlung
Die Ergebnisse des rund sechs- bis achtwöchigen Checks werden in Folge öffentlich präsentiert und sollen in einen Katalog mit Sofortmaßnahmen sowie kurz-, mittel- und langfristigen Zielen einfließen. Nächster Schritt ist die Gründung einer Gesellschaft, der die Gemeinde, die Liegenschaftseigentümer, potenzielle Nutzer (Handel, Dienstleistung, Gastronomie) und die ortsansässigen Banken angehören.
„Diese City-Gesellschaft ist dann ein auf Dauer angelegtes Betriebsführungsmodell für und mit den Immobilienbesitzern sowie unter verbindlicher Beteiligung der Gemeinde bzw. der aktiven Unternehmer, mit dem der Wirtschaftsstandort ‚Stadtkern‘ neu belebt werden kann. Dabei werden die Teilbereiche Planung, Verwertung, Finanzierung, Bauumsetzung und Betrieb mit angemessener Risikoverteilung und umfassender kaufmännischer Verantwortung organisatorisch durch die jeweilige City-Gesellschaft abgewickelt“, so Draxler zur weiteren Vorgangsweise.
Die rege Diskussion zeugte vom großen Interesse an den vorgestellten Maßnahmen, konkret angesprochen wurden einmal mehr gemeinsame Öffnungszeiten, ein kompetentes Leerflächenmanagement sowie ein passender Branchenmix. Der von der Sparte Handel der WK Steiermark finanzierte City Check wird in den kommenden Wochen durchgeführt, erste Ergebnisse sollen noch vor den Sommermonaten präsentiert werden.

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