Hartberg-Fürstenfeld
Furcht vor erneuter Arbeitslosen-Welle im Winter

Das Arbeitsmarktservice Hartberg-Fürstenfeld rechnet in den kommenden Monaten mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk.
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Arbeitslosigkeit im September ist zwar rückläufig, für die kommenden Monate prognostiziert das Arbeitsmarktservice jedoch aufgrund der hohen Saisonkomponente im Baubereich eine starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Hartberg-Fürstenfeld.

HARTBERG-FÜRSTENFELD. 2.164 Personen waren mit Ende September beim Arbeitsmarktservice Hartberg und in der Zweigstelle Fürstenfeld arbeitslos gemeldet. Dazu kommen noch 463 Personen in Schulung. Gegenüber dem Vormonat sind das zwar 363 arbeitslose Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr ist es jedoch ein Anstieg von rund 25 Prozent."Die Qualifizierung für Arbeitsuchende wird im Rahmen der bundesweiten „Corona-Arbeitsstiftung“ massiv ausgebaut, damit Unternehmen mit gut ausgebildeten Fachkräften wieder durchstarten können. Ebenso startet die dritte Phase der Corona Kurzarbeit Anfang Oktober", informiert AMS-Geschäftsstellenleiterin Margarete Hartinger.

Knapp 500 neue Arbeitslose im September

Aktuell sind 1.183 Frauen und 981 Männer arbeitslos gemeldet. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Altersgruppen betroffen, der prozentuell stärkste Anstieg ist im Haupterwerbsalter (25 bis unter 50 Jahre) zu verzeichnen (+230 oder +27,4 Prozent).
932 Personen weisen gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen auf, d.s. um 135 mehr als im September 2019. Auch die Zahl der Personen mit Behinderung ist im Jahresvergleich um 16 auf 119 gestiegen. Insgesamt haben sich im September 487 Personen neu arbeitslos gemeldet. 908 Personen haben die Arbeitslosigkeit beendet, davon haben 570 eine Beschäftigung aufgenommen.
Die Arbeitslosenquote (August) liegt mit 6,2 Prozent (+1,3 Prozentpunkte) unter dem Steiermark- und Österreichschnitt.

AMS-Geschäftsstellenleiterin Margarete Hartinger über die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt des Bezirks Hartberg-Fürstenfeld.
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Große Nachfrage nach Fachkräften

Die Zahl der Stellenangebote ist mit 637 um +90 oder um +16,5 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. "Fachkräfte sind weiterhin gefragt. Die stärksten Nachfragen kommen aus dem Metall-Elektrobereich und dem Fremdenverkehr", betont Hartinger, dass im September 390 Stellen neu beim AMS gemeldet wurden. 331 Stellenangebote konnten abgedeckt werden.
Am Lehrstellenmarkt ist der Bestand an sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden mit 65 Jugendlichen, sowie das Lehrstellenangebot angestiegen. Insgesamt stehen derzeit 84 Lehrstellen in vielen Branchen der Jugend für eine Ausbildung zur Verfügung.

Unterstützung für Lehrstellensuchende

Unterstützung und Begleitung bietet das AMS mit dem BerufsInfoZentrum (BIZ) und speziellen Beratungs- und Betreuungsangeboten. "Viele der vorgemerkten Jugendlichen sind 'Drop-outs' aus Schulen, Lehrabbrecher oder benötigen intensive Unterstützung aufgrund individueller Problemlagen. Die Überbetriebliche Lehrausbildung, die im Herbst wieder startet, ist daher ein wichtiges Unterstützungsangebot auf dem Weg in die Lehre", so Hartinger.

Starker Anstieg der Arbeitslosigkeit befürchtet

Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld ist von einer starken Saisonkomponente im Baubereich geprägt. Neben den Auswirkungen von Covid 19 wird die Arbeitslosigkeit daher in den nächsten Wochen und Monaten wieder stark ansteigen. Die Covid 19-bedingten Zugangsbeschränkungen in den AMS-Geschäftsstellen bleiben aufrecht. Am Telefon in der Serviceline ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. „Im Hinblick auf die Arbeitslosmeldung appelliere ich daher dringend an alle Arbeitsuchenden, sich online über das eAMS Konto rechtzeitig vormerken zu lassen und das Arbeitslosengeld zu beantragen“, betont Geschäftsstellenleiterin Margarete Hartinger.

Weitere Infos

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