Borckenstein Areal Neudau
Gewerbepark soll hunderte neue Arbeitsplätze schaffen

Vor der Borckenstein-Liegenschaft: Neudaus Bürgermeister Wolfgang Dolesch (r.) mit den Neueigentümern, den Geschäftsführern der Pfeifer Real GmbH Alfred Pfeifer (M.) und Winfried Lechner.
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  • Vor der Borckenstein-Liegenschaft: Neudaus Bürgermeister Wolfgang Dolesch (r.) mit den Neueigentümern, den Geschäftsführern der Pfeifer Real GmbH Alfred Pfeifer (M.) und Winfried Lechner.
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Bis Ende diesen Jahres sollen die ersten Firmen in den Hallen der ehemaligen Borckenstein AG in Neudau eingezogen sein - so das Ziel des Neueigentümers, der Pfeifer Real GmbH.

Mehr als zwei Millionen Euro betrug am Ende der Kaufpreis für das 7 Hektar große Areal, auf dem sich die 60.000 Quadratmeter großen Hallen des ehemaligen Neudauer Garnherstellers, der Borckenstein AG erstreckten. Vor einem Jahr musste der Traditionsbetrieb, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1789 zurückreichen, Konkurs anmelden. 124 Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Im Rahmen eines Bieterverfahrens wurde die Liegenschaft samt Areal zum Kauf angeboten, 15 potentielle Käufer hatten ihr Interesse bekundet, am Ende waren es sechs, die es in die engere Auswahl schafften. Am 10. Jänner fiel der Zuschlag: Neueigentümer ist die 400 Mitarbeiter-starke "Pfeifer Real GmbH" mit Firmensitz in Gleisdorf und weiteren Standorten in Traun bei Linz und Klagenfurt.

Borckenstein Areal wird Gewerbepark

"Ich bin froh und dankbar, nun wieder positiv in die Zukunft blicken zu können", betonte Bürgermeister Wolfgang Dolesch, der die oststeirische Immobilien- und Entwicklungsfirma als Wunschkandidaten der Gemeinde präsentierte. Ziel sei es am Borckenstein-Areal einen Gewerbepark mit mehreren Mietern zu entwickeln, betonten die beiden Geschäftsführer Alfred Pfeifer und Winfried Lechner. Bis Ende März laufen noch die Versteigerung des Innenlebens der ehemaligen Borckenstein AG. In den kommenden Wochen stehe die Sondierung der Gebäude im Detail am Programm.

Fokus auf regionale Betriebe

Welche Maßnahmen für den Umbau getätigt werden, hänge von den Interessenten ab, die es bereits gäbe. Einige davon hätte die Gemeinde bereits herangetragen. Statt einer kompletten Generalsanierung solle es darum, je nach Bedarf der Mieter, eine sukzessive Entwicklung des Areals geben. "Uns ist wichtig, dass wir hier den Fokus auf Betriebe in der nahen und mittleren Umgebung legen", so Lechner, der sich zuversichtlich zeigt, dass bereits in den kommenden Wochen erste Abschlüsse mit Mietern getätigt werden können.

Erste Mieter mit Ende des Jahres

Wieviele Betriebe am Areal untergebracht werden könnten, hänge von der Größe der jeweiligen Gewerbeobjekte ab. Man sei aber zuversichtlich, dass mit den kommenden Jahren hunderte Arbeitsplätze am Standort in Neudau entstehen könnten. Das Ziel jedenfalls sei eine nachhaltige und wirtschaftliche Entwicklung des Standortes, so die beiden Geschäftsführer. Dass bis Ende des Jahres neues Leben in die Borckenstein-Hallen einzieht, sieht Pfeifer als durchaus realistisch an.

Markantes Aussehen beibehalten

Natürlich seien auch Sanierungsmaßnahmen nötig, am markanten Aussehen der Borckenstein-Liegenschaft wolle man vorerst aber nichts ändern. Denn Grund für die Standortwahl wäre, so Pfeifer, neben der guten Infrastruktur, die der etablierte Industriestandort zu bieten hätte, auch die Identifizierung der Bevölkerung mit dem Firmenstandort und dem geschichtsträchtigen Namen der Borckenstein AG. Man hoffe mit dem künftigen Gewerbepark auf das gut ehemalige Borckenstein-Mitarbeiter-Pool, zurückgreifen zu können.

Traditionsname soll bleiben

Aufgrund der Geschichte und des hohen Identifikationswertes, wäre es für die Neueigentümer zudem wünschenswert den Namen "Borckenstein" für den Gewerbepark beizubehalten. Rechtlich müsse dies aber noch abgeklärt werden. Die Borckenstein Straße als auch die Werksmusikkapelle Borckenstein dürften den Namen jedenfalls weiterhin führen, betont Bürgermeister Wolfgang Dolesch.

Details:

  • Die Anfänge der Firma Borckenstein gehen bis 1789 zurück - im vergangenen Jahr hätte man 230 Jahre gefeiert
  • 2016: musste die Firma zum ersten Mal Konkurs anmelden, durch ein Ausgleichsverfahren konnte der Traditionsbetrieb gerettet werden.
  • Jänner 2019: Borckenstein muss Folgekonkursverfahren anmelden; am 10. Feber 2019 die Nachricht vom Standort-Aus; am 22. Feber 2019 wurde die letzte Maschine abgestellt
  • Mit 10. Jänner 2020 fiel nach einem Bieterverfahren (sechs Bieter in der Endphase) die Entscheidung: den Zuschlag bekam die Pfeifer Real GmbH aus Gleisdorf
  • Bis Ende März 2020 läuft noch die Versteigerung des Innenlebens, derweilen soll mit der Sondierung der Gebäude durch den Neueigentümer gestartet werden.
Vor der Borckenstein-Liegenschaft: Neudaus Bürgermeister Wolfgang Dolesch (r.) mit den Neueigentümern, den Geschäftsführern der Pfeifer Real GmbH Alfred Pfeifer (M.) und Winfried Lechner.
Autor:

Veronika Teubl-Lafer aus Hartberg-Fürstenfeld

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