Unseren Boden sichern, von dem wir leben

Maßnahmen setzen: Bank für Gemeinwohl möchte mit neuem Projekt regionale Landwirte unterstützen und den Boden schützen.
7Bilder
  • Maßnahmen setzen: Bank für Gemeinwohl möchte mit neuem Projekt regionale Landwirte unterstützen und den Boden schützen.
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

20 Hektar fruchtbare Ackerfläche - umgerechnet 30 Fußballfelder - und ein wichtiger CO2 Speicher gehen in Österreich täglich durch Verbauung verloren. Mit 1,8 Quadratmeter ist Österreich Europameister, was die Flächen an Supermärkten pro Kopf betrifft. Auch in der Länge des Straßennetzes sind wir europäischer Spitzenreiter.

"Mit einem 0,5 Prozent pro Jahr hat das "Land der Äcker" einen doppelt so hohen Agrarflächenverlust zu verzeichnen als die Schweiz oder Deutschland. Derzeit stehen in Österreich noch geschätzte 1,6 Millionen Hektar an potentiell verbaubarer Flächen zu Verfügung, so Dr. Mario Winkler von der Österreichischen Hagelversicherung über den österreichischen Status quo bei seinem Vortrag "Sichern wovon wir leben. Geht uns der Boden aus", zu dem die Gemeinwohl Ökonomie Fürstenfeld gemeinsam mit der Bank für Gemeinwohl, dem Weltladen Fürstenfeld, den WurzelwerkerInnen, dem Verein SOL und dem Talentetauschkreis Oststeiermark ins Grabher Haus geladen hatte.

Jeder kann beitragen

"Wir werden auch noch in 50 Jahren auf der Erde leben, aber zu welchen Bedingungen", stellt sich der Referent die Frage, wie mit den steigenden Herausforderung künftig umgegangen werden soll. Neben der schwindenden Biodiversität und Artenvielfalt, ist mit 500.000 Arbeitsplätzen, die am Agarabereich hängen, auch der nationale Arbeitsmarkt von der Bodenversiegelung betroffen.
Zunehmenden Umweltkatastrophen - wie auch der Frost im April diesen Jahres - erschweren durch Ernteausfälle die Arbeitsbedingungen.
"Jeder kann einen Betrag leisten und für sich selbst entscheiden welche und woher er seine Lebensmittel bezieht", so Winkler, der Bewussteinsbildung als Maßnahme Nummer eins sieht. Auch die Revitalisierung von Altsubstanzen statt Neubauten auf Grünflächen sowie ein passendes Leerstandsmanagement zu raumplanerischen Tätigkeiten wären Lösungsansätze.

Genossenschaft für Landwirte

Zur Förderung kleinerer Landwirtschaften und damit auch zum nachhaltigen Schutz von Ackerflächen und Boden sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region, erarbeitet die "Bank für Gemeinwohl" ein Projekt für den Raum Fürstenfeld, Güssing und Jennersdorf.
Gerade sei die Genossenschaft im Entstehen, die den beteiligten Landwirten Konfektionierung, Lagerung, Logistik, Etikettierung, Bio-Zertifikaten und Vermarktung ihrer Produkte unter die Arme greifen wird. Ziel seien mehrere Absatzstände in der Region. Bereits 60 Landwirte und drei regionale Großunternehmen haben ihr Interesse bekundet.
"Das ganze bedarf spezieller Organisation und Investition", blickt Vogel dem Projekt realistisch entgegen. Die Finanzierung des Projektes, das mit rund 250.000 Euro dotiert ist, soll über Crowdfunding laufen.

Details:

Interessierte für das Projekt der Bank für Gemeinwohl können sich bei Gerhard Vogel unter vogel.ith@gmail.com bzw. 0664 496 4100 oder bei Ulrike Neubauer unter ulrikeneubauer@gmx.net bzw. 0664 881 139 09 melden.

Autor:

Veronika Teubl-Lafer aus Hartberg-Fürstenfeld

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.