27.10.2016, 19:40 Uhr

Gedanken zu Allerseelen

Soldatenfriedhof in Mühldorf bei Feldbach in der Nacht von 31. Oktober auf 1. November 2015.

GEDICHT. In einigen Tagen begehen wir Allerseelen. Gedenken wir doch, statt der allseits präsenten "Horror-Clowns" doch lieber unserer Toten.
Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht...

Heit zoag i dir, wia gern i di mog,
Wal i heit als Lichtal mei Liab zu dir trog
Heit sog i dir, wia lieb i di hob,
Wal heit trog i dia a Kerzal ans Grob.

Waun a schua san Johre vagaungan
G´spia i no imma dei Haund auf mei Waungan
Siach i di so, wiast woast vor mia stehn
Siach i uns beide, Haund in Haund gehen

Gred homma vül – hiaz bist du furt
Und von deine Lippen, do kummt mehr ka Wurt
Du gehst ma ob, i kaus net verschweigen
Dass i maunchmul rea – i kaus net vermeiden

Kau mi erinnern, als wenn´s gestern is gwen
Owa di Zeit dei tuat rinnan und olls muas vagehn
Und es is stull g´wurn – die Nocht bringt die Rua
Und i schau dia wieda beim Schlofn zua

A Kerzal es brennt, für di alloa
Scheint durchn Nebl neben an Stoa
A Stoa auf den steht gulden geschriebn
I werd auf ollzeiut di imma liebn

Gib ma di Kroft i kaus kaum dawortn
Siach i di wieda - im Edngoartn
G´spia i dei Haund auf meina Waungan
Als wär die Zeit steh bliebn und ka Minuten vagaungan.

von Veronika Lafer, am 27. Oktober 2016
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