09.02.2017, 11:02 Uhr

Hartberg: Landesberufsschule wird weitergeführt

Positiv für die Stadt und die Region: Die Landesberufsschule Hartberg wird weitergeführt.

Im Paket „Landesberufsschulen Steiermark 2020“ wird die LBS Hartberg mit keinem Wort erwähnt.

Auch wenn man in einer Presseunterlage nicht erwähnt wird, kann das positive Auswirkungen haben. Aktuellstes Beispiel dafür ist die Landesberufsschule Hartberg. In der Unterlage zur Pressekonferenz „Landesberufsschulen Steiermark 2020“ wird die LBS Hartberg mit keinem Wort erwähnt. Positiver Umkehrschluss: Die LBS Hartberg wird weitergeführt; das selbe gilt übrigens auch für die immer wieder von Schließungsgerüchten bedrohte LBS Feldbach. Aufgelassen wird hingegen die LBS Gleinstätten, „die dort beschulten Berufe werden an andere regionale Standorte verlegt“, heißt es in der Unterlage.
Präsentiert wurde das sieben Maßnahmen umfassende Paket von den Landesräten Ursula Lackner (SPÖ) und Christopher Drexler (ÖVP). Auswirkungen, die auch die LBS Hartberg betreffen könnten: Für alle Berufsschul- und Lehrlingshausstandorte werden mögliche Synergieeffekte im Hinblick auf Organisation und Verwaltung sowie auf Investitionsoptimierungen geprüft und umgesetzt. Eine neuerliche Bewertung der Entwicklung der Schülerzahlen und der damit verbundenen Auslastung der regionalen Standorte erfolgt im Oktober 2020.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wird es auf Initiative der Bildungslandesrätin in den kommenden Jahren ein Sonderinvestitionspaket für die steirischen Berufsschulen in der Höhe von rund 30 Millionen Euro geben.
„Mit diesen Maßnahmen tragen wir dazu bei, dass die bestmögliche Ausbildung steirischer Lehrlinge an den Landesberufsschulen auch in den kommenden Jahren gewährleistet werden kann“, so Landesrätin Ursula Lackner.

Die sieben Maßnahmen im Detail:

1. Umstrukturierung im BSZ Graz
Im Berufsschulzentrum Graz-St. Peter erfolgt im Zuge von Pensionierungen eine Neuordnung der Berufe und Direktionen. Vorgesehen ist eine organisatorische Zusammenlegung am Standort von sechs auf vier Schulen einschließlich erforderlicher Sprengelanpassungen, um pädagogisch und wirtschaftlich sinnvolle Schulgrößen in Graz zu erzielen und den Investitionsbedarf zu reduzieren.

2. Optimierung der Lehrlingsunterbringung in Graz
Die Lehrlingsunterbringung in Graz wird optimiert. Nicht in Graz wohnhafte BerufsschülerInnen, die nicht täglich pendeln können, sind aktuell in den Lehrlingshäusern Mühleck und Graz-Naglergasse sowie in einem geringeren Ausmaß im Jugendhaus Plüddemanngasse untergebracht. Angestrebt wird die Unterbringung an einem einzigen Standort, möglichst in der Nähe des Berufsschulzentrums.

3. Auflassung des regionalen Standortes Gleinstätten
Der Berufsschulstandort Gleinstätten wird nicht weitergeführt und die dort beschulten Berufe werden an andere regionale Standorte verlegt.

4. Sprengeloptimierung bei den Metallberufen
Für die in der Steiermark beschulten Metallberufe wird eine Sprengeloptimierung erfolgen. Diese wurde mit den betroffenen Berufsschulen (LBS Knittelfeld, LBS Graz 8, LBS Mureck) in den Grundzügen bereits geplant.

5. Standortoptimierung LBS Eibiswald
Der Standort Eibiswald wird optimiert, da nach der Modularisierung von dort beschulten Berufen Raumkapazitäten fehlen. Um die notwendigen Investitionen für den erforderlichen Labor-Zubau möglichst effizient zu gestalten, können geringfügige Sprengeländerungen vorgenommen werden.

6. Prüfung und Umsetzung von weiteren Synergieeffekten für alle Berufsschulen und angeschlossenen Internate
Für alle Berufsschul- und Lehrlingshausstandorte werden mögliche Synergieeffekte im Hinblick auf Organisation und Verwaltung sowie auf Investitionsoptimierungen geprüft und umgesetzt.

7. Eine neuerliche Bewertung der Berufsschulstandorte im Oktober 2020

Eine neuerliche Bewertung der Entwicklung der SchülerInnenzahlen und der damit verbundenen Auslastung der regionalen Standorte erfolgt im Oktober 2020.
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