31.10.2016, 15:36 Uhr

Kommentar: Gedenken statt Gruppen-Gruseln

Da bleibt einem ja der frische Allerheiligenstriezel im Hals stecken! So laut, wie es in den vergangenen Wochen, um die sogenannten "Horror-Clowns" war. Meines Erachtens zu laut. Nichts gegen Halloween, das sich seit der Verbreitung von den USA über das große Wasser nun auch (wieder) in Europa und damit auch in Österreich großer Beliebtheit erfreut. Doch die Verkleidung als Grusel-Clown, der seit der Verfilmung von Stephen Kings "Es", das Image der Clownerie in den Schmutz zieht, ist makaber. Ein Clown sollte fröhlich sein - denkt man sich. Doch genau das macht den Schockcharakter aus. "Experten" dieser Clowns haben ja behauptet, dass am 31. Oktober der Höhepunkt des "Horrors" erreicht sein soll. Trotzdem wäre es doch wünschenswert, würde man sich anstatt eines kollektiven Gruppen-Gruselns, das sowohl das WWW, als auch die heimischen Straßen heimgesucht hat, rückbesonnen, auf das, was bloß ein, zwei Tage, nach der schaurigen Nacht begangen wird: nämlich Allerheiligen und Allerseelen. An diesen Tagen sollten wir nicht der vermeintlichen Horrorclowns, sondern unserer Toten gedenken.
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