28.09.2014, 19:27 Uhr

Neuer Betreiber für Wasserspiele gesucht

Friederike Derler-Wiedner und Fritz Wiedner in ihrer Wasserwelt
Sein erstes Wasserrad baute Fritz Wiedner im Jahre 1934. Damals war er noch ein Bub und alle waren begeistert von seinem frühen Talent. Als er im 2. Weltkrieg in Gefangenschaft geriet, kam ihm die Idee: „Wenn ich hier wieder rauskomme, dann baue ich auf unserem Roan etwas, das die ganze Welt bestaunen wird.“ Und heute begeistern die Wasserspiele in Waldbach bereits seit 55 Jahren Jung und Alt aus Nah und Fern. Das Lebenswerk von Fritz Wiedner ist international, bis nach Übersee, bekannt.
Der erfinderische 91-Jährige ist nicht nur Tischler, er ist auch Schlosser, Installateur und Mechaniker zugleich. In Handarbeit hat er das „Joglland Minimundus“ in den Hang gebaut. Unzählige Miniaturbauten und handgeschnitzte Figuren, darunter Peter Roseggers Geburtshaus, die Semmeringbahn und ein überlebensgroßer „Luis Trenker“, werden in dem ehemaligen Obstgarten täglich von etwa 120.000 Liter Wasser umspült und betrieben. Und Fritz Wiedner ist des Bauens nicht müde. Für das Geschäftliche zeigt sich seit 1998 seine Tochter Friederike Derler-Wiedner zuständig. In zwei Jahren möchte aber auch sie in den wohlverdienten Ruhestand treten. Bis dahin soll ein Nachfolger gefunden werden. „Es muss jemand sein, der viel Freude am Basteln und mechanisches Verständnis hat“, sagt Fritz Wiedner. Und seine Tochter Friederike ergänzt: „Eine gute Portion Idealismus gehört auch dazu. Wir möchten die Wasserspiele in guten Händen wissen.“ Noch bis 18. Oktober kann die außergewöhnliche Wasserwelt von Freitag bis Sonntag besichtigt und bestaunt werden. Liebe auf den ersten Blick nicht ausgeschlossen.
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