06.02.2018, 14:23 Uhr

Rekordjahr für die Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost

Rekordabgabe: Mitglieder der Wasserversorgung GSO um Obmann Josef Ober zogen über das Verbandsjahr 2017 Bilanz, mit dabei Ehrengäste wie LR Johann Seitinger (3.v.l.)

3,3 Millionen Kubikmeter Wasser stellte die Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost 2017 bereit.

Mit 3,3 Millionen Kubikmeter an bereitgestelltem Wasser verzeichnet die Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost (GSO) mit ihren 35 Mitgliedern 2017 einen noch nie da gewesenen Rekordwert. Die beeindruckenden Zahlen präsentierte Obmann Josef Ober bei der vergangenen Jahreshauptversammlung in Söchau. Im Jahr 2016 lag man bei rund 2,8 Millionen Kubikmeter. Im Jahr 2000 waren es noch 1,3 Millionen Kubikmeter. "Die damalige Konzeption und die Dimensionierung des Verbandes hat sich als goldrichtig erwiesen, so Ober. Mit einer Ausnützung von 85,3 Prozent der bewilligten Konsensmengen würde man auch keine Brunnen überfordern. Um die Wasserversorgung der 100.000 Bewohner der Region in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark, Graz-Umgebung und Weiz auch weiterhin zu gewährleisten, seien weitere Grundwassererschließungen, wie jene in Donnersdorf nötig.

Notstromversorgung auf Schiene

Der Haushaltsplan 2018 mit Investitionen von 880.000 Euro soll die einwandfreie Wasserversorgung weiterhin garantieren. "Der größte Brocken mit 440.000 Euro sei für die Adaptierung und Sanierung der Verbandsanlagen, Behälter und Pumpwerke vorgesehen", informierte LAbg. Franz Fartek in seiner Funktion als Kassier.
120.000 Euro fließen in den weiteren Ausbau des Notstromvorsorgeprojekt der Wasserversorgung Grenzland Südost. Dieses sei planmäßig auf Schiene. Nach den Abschluss der Phase eins und Ausstattung mit neun Aggregaten in den Regionen Mureck, Halbenrain, Bad Gleichenberg und Feldbach, sollen in den kommenden zwei Jahren Gersdorf und Großhart mit weiteren sieben Aggregaten ausgestattet werden, in Phase drei dann die Kulmregion um Puch bei Weiz. Von 2019 bis 2025 sollen bereits 90 Prozent des Verbandsgebietes mit Wasser versorgt werden können.

Sicher im Katastrophenfall

Auch in puncto Löschwasserversorgung will der Verband neue Maßstäbe setzen. Denn aufgrund der fehlenden Notstromversorgung bei Pumpwerken im Ortsnetzbereich sei im Blackoutfall gar keine Wasserversorgung nötig. "Gemeinden sind gesetzlich dazu verpflichtet ausreichend Wasser über gewisse Zeit für Feuerlöschzwecke bereitzustellen. Ortsnetzleitungen und Endstränge sind für Löschwasserzwecke zu klein gebaut. Die Hydranten sind meist Spülhydranten im Ortsnetz mit geringer vorhandenen Durchflussmengen und Druck", informierte der technische Leiter Franz Friedl. Darum wurden alle leistungsfähigen Hydranten entlang der GSP Transportleitungen im Detail nach Notfall-Kriterien ermittelt.

200 Hydranten versorgen die Region

Das Ergebnis: rund 200 bereits bestehende Hydranten sind im Verbandsgebiet direkt an GSO-Transportleitungen in Betrieb. 28 davon allein in der Gemeinde Gersdorf an der Feistritz. Die GSO bietet Gemeinden nun an, in Kooperation mit der Technischen Leistung GSO ihre bestehenden Hochleistungshydranten adaptieren zu lassen, bzw. wenn noch keine vorhanden einen Übergabeschacht mit Wassererzählung, Hydrant und Beschilderung errichten lassen. "Um auch in Not- und Katastrophenfällen große Mengen an Löschwasser bereitstellen zu können."
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden auch verdiente Mitarbeiter geehrt. Dr. Johann Frank wurde die Goldene Ehrennadel des Vulkanlandes für jahrzehntelange Begleitung der Region verliehen.
Zum 60. Geburtstag widmete die GSO ihrem Obmann Josef Ober einen eigenen Trinkbrunnen. Der "Brunnen der Inspiration" soll noch dieses Jahr in Auersbach errichtet werden. Zum Jubiläum gratulierte auch Landesrat Johann Seitinger. 
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