05.04.2017, 08:03 Uhr

FPÖ-Staller/Kogler: „Krankenhausstandort Hartberg muss erhalten bleiben!“

FPÖ-Landtagsabgeordneter Anton Kogler. (Foto: KK)

Freiheitliche sprechen sich klar gegen weitere infrastrukturelle Ausdünnung des ländlichen Raums aus.

Die von ÖVP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler propagierte Gesundheitsreform wird massive Auswirkungen auf die steirischen Regionen haben. Auch der Krankenhausstandort Hartberg gilt als gefährdet und könnte in den nächsten Jahren der schwarz-roten Kahlschlagpolitik zum Opfer fallen. Das würde bedeuten, dass hunderte Arbeitsplätze im Bezirk verloren gehen würden und darüber hinaus eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung nicht ausgeschlossen werden kann. „Wir Freiheitliche verschließen uns keineswegs vor notwendigen Optimierungsprozessen und der sinnvollen Nutzung von Synergieeffekten, aber die von ÖVP-Landesrat Drexler beabsichtigten Reformschritte fußen offenbar auf einer kompromisslosen Schließungspolitik, die von der FPÖ mit Sicherheit nicht mitgetragen wird“, so FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Hedwig Staller und der freiheitliche Bezirksparteiobmann LAbg. Anton Kogler unisono.

Es steht außer Frage, dass etwa technischer Fortschritt, effizientere Behandlungsmethoden und demographischer Wandel eine ständige Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems zu einer Notwendigkeit werden lassen. Die von der Landesregierung geplante Gesundheitsreform gründet allerdings nicht auf diesen natürlichen Entwicklungen. Vielmehr ist der Gesundheitsplan in erster Linie auf die Versäumnisse und Fehlentscheidungen der derzeitigen bzw. vergangenen rot-schwarzen Bundes- und Landesregierungen zurückzuführen. So ist der immer gravierender werdende Ärztemangel nicht Ausfluss unvorhersehbarer Entwicklungen. Die Knappheit an steirischen Medizinern hat sich vielmehr seit Jahrzehnten abgezeichnet, wurde von den politischen Verantwortungsträgern jedoch mit beachtlicher Hartnäckigkeit ignoriert. „Anstatt sich auf die kommenden Veränderungen einzustellen, wurden die Kassentarife stets unattraktiver und die Spitalsärzte mit zusätzlichen Administrationspflichten überschüttet. Es ist eine nicht zu leugnende Tatsache, dass die negative Gesamtsituation im Bereich der Gesundheitsversorgung von SPÖ und ÖVP verursacht wurde“, so Staller.


FPÖ-Kogler: LKH Hartberg darf keinesfalls geschlossen werden!

Für den Hartberger Landtagsabgeordneten und FPÖ-Bezirksparteiobmann Anton Kogler stehen die medizinische Versorgung und die Arbeitsplatzsicherung in der Region im Fokus. „Zweifelsfrei muss das Gesundheitssystem reformiert werden, es darf aber nicht schon wieder zu einer Ausdünnung des ländlichen Raums kommen. Zudem braucht es endlich ausgereifte Konzepte, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken – auf diese Problematik gingen die rot-schwarzen Verantwortungsträger bisher nicht im Geringsten ein. Die Schließung des Landeskrankenhauses Hartberg lehnt die FPÖ kategorisch ab. Gegen dahingehende Überlegungen werden wir uns auf politischer Ebene mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren“, so Kogler abschließend.
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