27.11.2016, 11:44 Uhr

Wenn der Andenkondor beim „Schwarzen Adler“ landet

Carlos Escobar Pukara und seine Managerin Valentina Nistor (Künstleragentur Traumfänger)
Einen außergewöhnlichen Lichtbildervortrag über Peru wurde im Hotel „Schwarzer Adler in Friedberg präsentiert. Das Besondere daran war, das es ist kein typischer Reisebericht war, sondern ein Vortrag von Carlos Escobar Pukara, einen geborener Peruaner vom Stamme der Aymaras, der „sein Peru“ sehr persönlich vermittelte. Konkret ausgedrückt, verband er geographischen Tatsachen, wunderschöne Naturaufnahmen und hochklassige kulturelle und spirituelle Hintergründe mit jeder Menge Herzblut und Gefühle. Historisch gesehen interessant war sein Hinweis, dass die Inkas, die in Europa immer wieder als das „Aushängeschild Perus“ genannt werden, in Wahrheit nur 93 Jahre an der Macht waren und daher nur zwei Prozent zur insgesamt 5.000 Jahre alten Hochkultur beitrugen. Zum Beispiel waren die Aymaras, zu denen sich auch der Vortragende zählt, schon 1.500 Jahre vor den Inkas die führende Kulturnation. Carlos tiefe Verwurzelung zu dieser Gegend, den Anden und dem Titicacasee, den Respekt und die Bewunderung zu seiner Heimat, zur Pachamama (Mutter Erde) hörte man bei jedem seiner Sätze förmlich heraus. Dass wir ein Teil der Natur sind und unser Schicksal mit dem der Erde unmittelbar zusammenhängt, ist ja wahrscheinlich auch das wichtigste Vermächtnis der indianischen Völker des 21. Jahrhunderts.
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