18.07.2016, 08:15 Uhr

Strasser gewinnt 12h-Rennen in Kaindorf

Christoph Strasser vor WSA Greenlife-Profi Stefan Pöll (Foto: http://www.foto-MAXL.com)
Der Steirer Christoph Strasser hat das letzte Vorbereitungsrennen für das Race Around Austria (RAA) ab 9. August gewonnen. Beim 12h-Rennen in Kaindorf bei Hartberg dominierte er die Konkurrenz und siegte nach einem Stundenmittel von 36,8km/h mit insgesamt 447,5 Kilometern.
 
„Vom Start weg lief es sehr gut. Ich habe mich gleich in die Gruppe der schnellsten 4er-Staffeln gehängt und konnte das Tempo mitgehen. Um meine Form für das RAA zu testen, bin ich auch viel vorne im Wind gefahren und habe mich an der Führungsarbeit beteiligt. Das Wetter war sehr windig und kühl, am Ende setzte leichter Regen ein. Aber das ist mir ohnehin viel lieber als die große Hitze“, schmunzelt Strasser, der die Österreicher Bernhard Raggam (429,6km) und Andreas Cernota (411,7km) auf die Plätze verwies. Insgesamt nahmen über 800 TeilnehmerInnen an dem Spektakel in Kaindorf teil.

 
Vom Ironman bis zum Peakbreak

In den letzten Wochen nahm Christoph Strasser an einigen Wettkämpfen teil. So startete er auch in der Staffel beim Ironman in Klagenfurt. „Das war eine spannende Erfahrung. Mein Schwimmer Florian Werner war mit 1:10 Stunden und einer hinteren Startzeit recht lange im Wasser und ich ging daher spät auf die Strecke. In der ersten Runde fuhr ich genau nach Watt (305 Watt NP) und konnte in der zweiten sogar noch zulegen. Bei der Wahnsinns-Stimmung am Streckenrand und den vielen Zuschauern fiel das auch sehr leicht. Im Ziel war ich nach 180 Kilometern in 4:15 Stunden dann völlig leer und übergab an meinen Läufer Ferdinand Pürzl, der mit einer tollen Marathon-Zeit von 2:48 Stunden unsere Staffel ins Ziel brachte. Ich war echt froh, dass ich nach dem "Rad-Split" nichts mehr tun musste und bewundere die Leistung der Triathleten, die nach der hügeligen Radrunde noch 42 Kilometer laufen. Was diese Jungs leisten ist einfach nur großartig“, beschreibt Strasser, der die schnellste Zeit aller Teilnehmer auf der Radstrecke absolvierte.
 
 Und letzte Woche bestritt Christoph das Peakbreak, ein Rennen über acht Etappen mit insgesamt 717 Kilometern und 14.700 Höhenmetern. „Mich reizte die besondere Strecke mit den Alpenpässen in Österreich, Slowenien und Italien, sowie dem Rundfahrtsmodus mit wechselnden Etappenorten. Ich wusste aber von vornherein, dass ich bei diesem Bergrennen nicht um den Sieg mitfahren konnte und wollte auch gar nicht zu viel aufs Ergebnis schauen. Vielmehr wollte ich nach den kürzeren Tagesetappen noch ein paar Stunden Grundlagen-Training anhängen, um für das Race Around Austria richtig gut in Form zu kommen“, sagt Strasser. Bis auf einen Tag herrschte perfektes Sommerwetter und nach acht Etappen beendete er das Peakbreak auf dem sechsten Gesamtplatz. „Bis auf einen kleinen Sturz auf einer regennassen Abfahrt mit Abschürfungen, die aber zum Radsport gehören, war es eine tolle Erfahrung.“
 

Fokus auf Race Around Austria

In etwas mehr als drei Wochen beginnt Christophs erster Saisonhöhepunkt, das 2.200 Kilometer lange und mit 30.000 Höhenmetern gespickte Race Around Austria. „Es zählt mittlerweile zu den bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt mit einer tollen Zuschauerkulisse, perfekten Organisation und ich will meinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen“, gibt sich der Kraubather zuversichtlich.
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