"Gottfried trieb ein falsches Spiel"

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Die Gailtalerin Nina Galli aus Arnoldstein ist Kandidatin bei der aktuellen 9. Staffel von Bauer sucht Frau. Mit der WOCHE sprach sie über die wahren Hintergründe des Sendeformats, warum sie von Ackerbauer Gottfried enttäuscht war und wie sich ihr Leben seither verändert hat.

WOCHE: Frau Galli, wie kam es dazu, dass Sie sich bei Bauer sucht Frau beworben haben?
NINA GALLI: Ich habe die Sendung vorher nie gesehen. Erst als mich meine Schwester bei der vorhergehenden Staffel bewerben wollte, habe ich mir die Vorstellungsrunde der neuen Staffel angeschaut und dabei Gottfried entdeckt. Ich habe einen Monat hin und her überlegt, ob ich den Schritt wagen soll. Eines Tages bin ich mit meiner Bewerbung zur Post in Arnoldstein. Von da an gab es kein Zurück mehr. Ich bin meiner Schwester dankbar, dass sie mich auf die Idee gebracht hat.

WOCHE: Wie hat sich ihr Leben seit der Teilnahme bei BsF verändert?
GALLI: Es sind die Alltagssituationen, die ich erlebe. Vor kurzem war in in Villach unterwegs, als auf der Straße eine Dame stehenblieb und sagte: „Ich kenne Sie von irgendwo her – sind Sie nicht die von Bauer sucht Frau?

WOCHE: Können Sie sich noch an die Nacht vor ihrer Abfahrt zu Bauer sucht Frau erinnern?
GALLI: Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und war sehr nervös. Ich dachte mir nur: das peinlichste wäre, als erste nach Hause zu fahren.

WOCHE: Wie war der Moment, als Sie das erste Mal dem Ackerbauern Gottfried aus Gralla in der Steiermark gegenüberstanden?
GALLI: Das war ein richtiger Wow-Effekt. Ich war sofort hingerissen von ihm und dachte mir: Die Fahrt hierher hat sich ausgezahlt.

WOCHE: Sie sind aus eigener Entscheidung vorzeitig abgereist. Warum?
GALLI: Es ist eine regelrechte Achterbahn der Gefühle entstanden. Das hat sich am Tag vor meiner Abreise immer mehr zugespitzt. Ich hatte einfach Angst vor meinen eigenen Gefühlen, die ich nicht richtig zuordnen konnte.

WOCHE: Welche war die größte Enttäuschung für Sie?
GALLI: Als ich dahinterkam, dass Gottfried nicht ehrlich ist und ein falsches Spiel treibt. Das habe ich aber erst hinterher herausgefunden. So gesehen war meine Entscheidung richtig.

WOCHE: Wie sind die Reaktionen nach Bauer sucht Frau?
GALLI: Ich erhalte sehr viel positives Feedback, vor allem von Frauen. Die Anerkennung einer Frau hat im Gegensatz zum männlichen Lob doppeltes Gewicht.

WOCHE: Nun gibt es ja sicher auch Neider oder negative Stimmen. Wie gehen Sie damit um?
GALLI: Ich bin eine gefestigte Person. So was prallt von mir ab. Mir ist egal, was die Leute denken. Ich bin wie ich bin. Entweder man mag mich oder nicht.

WOCHE: Wie echt ist Bauer sucht Frau? Wie viel davon ist Show und was ist Realität?
GALLI: Es gibt schon so was wie ein Drehbuch – d.h. organisatorische Dinge werden von der Produktion vorgegeben. z.B. die Motorradfahrt oder das Fotoshooting waren geplant. Aber solche Dinge sind auch wichtig, denn ohne Rahmen fehlt einfach die Struktur. Entscheidend wie viel eingegriffen wird, hängt aber tatsächlich von den Kandidaten ab. Jemand der introvertiert ist, bekommt mehr Input von der Regie.

WOCHE: Wie war das bei Ihnen?
GALLI: Ich musste mich während des Drehs nie verstellen. Ich bin sowieso offen und sage immer was ich denke.

WOCHE: Wie war das für Sie, quasi ständig von Kameras verfolgt zu werden. Hat man da im Hinterkopf, dass man permanent unter Beobachtung steht?
GALLI: Es gibt sicher Kandidaten, die sich damit schwer tun. Für mich war das nie ein Problem. Die Kameras waren mir egal. Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, als ich mit meiner „Konkurrentin“ Martina zusammensaß und ein Gespräch führte. Der Regisseur sagte: ,Mädels, die Kameras laufen nicht mehr`. Ich antwortete: Egal, wir müssen das jetzt noch ausdiskutieren.“

WOCHE: Würden Sie wieder bei Bauer sucht Frau mitmachen?
GALLI: Sofort. Ich kenne Kandidaten die sagen ,Nie mehr Bauer sucht Frau`. Für mich war die Hofwoche eine der schönsten Erfahrungen. Ich konnte da so richtig abschalten und war ganz ich. Ich habe das in vollen Zügen genossen. Schlimm war, als mich dann der Alltag wieder einholte.

WOCHE: Wie groß ist die Chance, bei BsF seinen Traummann zu finden?
GALLI: Zu 99 Prozent nicht. Viele machen nur mit, weil sie ins Fernsehen wollen und Eigen-PR betreiben möchten oder einfach aus Spaß.

WOCHE: Haben Sie mittlerweile Ihren Prinzen gefunden?
GALLI: Noch nicht (lacht...) Ein Mann muss mein Herz erobern. Er muss romantisch witzig und fantasievoll sein.

Iris Langegger

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