Holzkunst
Der Krampus ist sein tägliches Geschäft

Raphael Wallner aus Micheldorf schnitzt Krampusmasken
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Krampusmasken, Motorsägen-Skulpturen, Brunnen: Raphael Wallners Repertoire ist groß.

MICHELDORF (lexe). Eine Werkstatt im Keller und ein Raum voller Masken, eine schaurig-schöner als die andere. So sieht er aus, der Arbeitsplatz von Raphael Wallner. Mit 22 Jahren ist der Micheldorfer Tischler bereits selbständiger Unternehmer und der Krampus Teil seines Geschäfts.

Der Maskenschnitzer

Seine erste Maske hat der begabte Gailtaler bereits mit elf Jahren gefertigt. "Jeder fängt einmal klein an", lacht er nur, wenn sich jemand wegen seines Talentes beeindruckt zeigt. Heute sind seine fantasievollen und detaillierten Holzgesichter und Totenköpfe in ganz Kärnten begehrt. Und weil jetzt die Krampuszeit vor der Tür steht, hat er ein paar Unikate gleich zur Hand. Bei den "Pressegger Seeteufeln", seiner Perchtengruppe, kann der Jungunternehmer nicht mehr mitmachen, dafür hat er zu viel Arbeit und zu wenig Freizeit. Mit dem Nikolo am 5. Dezember in Micheldorf von Haus zu Haus zu gehen, lässt er sich allerdings nicht nehmen.

Skulpturen und Trophäen

Raphael Wallner fertigt in seiner Werkstatt im elterlichen Haus nur Auftragsarbeiten. Gerade erst hat er einen Auftrag vom Tourismusverband Hohe Tauern erhalten. Zwei Rehe, mit der Motorsäge aus dem Holz geschnitten, sind schon fertig. Im Garten wartet ein Holzbär, zum Brunnen umgestaltet, auf seine Abholung. Neben Nussholzbänken und Brunnentrögen fertigt der Tischler auch Trophäenschilder für Jäger an. Die Jagdtrophäen kommen von den Kunden, Vater Siegfried Wallner, Obmann der Aufsichtsjäger, oder seiner eigenen Pirsch.

Der Bildhauer

Raphael Wallner wollte auch die Ausbildung zum Bildhauer absolvieren. Unterstützung dafür hätte es von offizieller Seite aber keine gegeben und aufgrund der Auftragslage läuft diese Ausbildung momentan nur noch nebenbei. Die Familie kann ihren Stolz auf seinen Erfolg nicht verbergen. "Er ist talentiert, er ist jung und er hat eine gute Ausbildung", beschreibt der Vater seinen Sohn, dessen Skulpturen längst nicht mehr unbekannt sind. Ein 2,5 Meter großer Adler aus Holz steht zum Beispiel am Guggenberg bei Hermagor.

Regionales Material

Vor der Werkstatt stapelt sich das Holz. Wallner verwendet gerne Material aus der Region: "Nach dem letzten Windbruch holen wir wieder feste Fichten" - und zeigt auf ein unscheinbares Baumstück. Aber auch Sorten wie Lärche, Linde und Zirbe werden vom Micheldorfer gerne verwendet. Holz ist eben sein Element.

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