Nassfeld
Die Auswirkungen spürt man extrem

Ideale Schneebedingungen herrschen derzeit auf nahezu allen Skipisten im Gailtal.
  • Ideale Schneebedingungen herrschen derzeit auf nahezu allen Skipisten im Gailtal.
  • Foto: nassfeld.at
  • hochgeladen von Lara Piery

Ein Name bestimmt die Nachrichten: Corona. Wie wirkt sich das auf den Tourismus hier bei uns aus?

GAILTAL. "Wir machen unseren Job so wie bisher auch", sagt Markus Brandstätter, Geschäftsführer der NLW Tourismus Marketing GmbH und Leiter des Info- und Servicecenters des Tourismusverbandes in Hermagor. Aber: Auch wenn es bislang keine Krankheitsfälle in Sachen Corona in Kärnten und in der Region gibt, die Angst ist auch hier teilweise spürbar.

Italiennähe

Nicht zuletzt die Nähe zu Italien, wo bereits zahlreiche Fälle dokumentiert sind, lässt die Anspannung wachsen. Auch die Nachbarn in Tarvis bemühen sich um Normalität. Sie weisen unter anderem in den Sozialen Medien darauf hin, dass ihr Gebiet bislang nicht betroffen sei und das Leben rund um Geschäfte und Tourismus normal weiterläuft.

Hauptsaison

All das passiert jetzt mitten in der Hauptsaison des Winters, in der sich die Skiregion Nassfeld noch dazu nicht über fehlenden Schnee beklagen muss. Im Gegenteil: "Die Bedingungen sind ideal und bis zum Ende der Saison ist bei uns einiges los", erklärt Brandstätter mit einem Seitenblick auf den Veranstaltungskalender.
Die Arbeit der Tourismusexperten läuft daher nach bestem Wissen und Gewissen weiter, wenngleich für alle Urlauber das gilt, was Gesundheitsexperten und Behörden detailliert raten. Dazu zählen auch Vorbeugungsmaßnahmen. Zur Unterstützung hat die Kärnten Werbung einen eigenen Gäste-Infokanal zum Thema Corona eingerichtet, der unter www.kaernten.at/aktuelle-informationen die wichtigsten Dinge in verschiedenen Sprachen zusammenfasst.
Das Team um den Chef der Kärnten Werbung, Christian Kresse, mahnt alle Touristik-Verantwortlichen vor allem zu sachlicher und professioneller Kommunikation. Auch ein Service für die Tourismusbetriebe wurde im Netz eingerichtet und es gibt ein Info-Portal zum Thema Corona bei der WKO.
Spürbar ist die momentane Lage auch unmittelbar bei den Touristikern, diese Woche sollte die weltweit größte Tourismusmesse ITB in Berlin stattfinden. Die Reisemesse wurde zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus abgesagt.

Info-Seiten im Netz

Die Tourismusbetriebe in der Region, insbesondere die mit höherer Bettenzahl, betrachten die Virus-Situation zumindest mit großer Besorgnis. Auch Markus Brandstätter bestätigt: "Ja, es hat Stornierungen gegeben." Genaue Zahlen liegen dazu noch nicht vor.
Klaus Rainer, Chef des Alpe-Adria-Hotels am Pressegger See, bestätigt die teils gedrückte Stimmung seiner Branche: "Bei uns hat es jede Menge Stornierungen gegeben und es bleibt abzuwarten, wie die Sache weitergeht." Rainer weiß auch von zahlreichen Kollegen aus Beherbergungsbetrieben, für die die Situation ähnlich ist.
"Schlimm ist es, dass man selber gar nichts tun kann", sagt er und bestätigt, dass die Zahl der Stornierungen in Richtungen östliche Anrainerstaaten durch Quarantäne-Androhungen deutlich höher ist. Der Hotelier bedauert auch, dass teils Panik geschürt wird. "Manche trauen sich nicht mehr zum Kaffeetrinken nach Tarvis zu fahren", sagt er.
Ob sich die Situation verschärft oder bald entspannt, ist für Tourismus-Fachleute derzeit nicht vorhersagbar.

Autor:

Nicole Schauerte aus Villach Land

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