Bergrettung
Die Kameradschaft in Schnee und Fels

Fabian Engel, Ausbildungsleiter Stefan Obernosterer und Kurt Kristler (von links) sind seit Jahren ehrenamtlich bei der Bergrettung in Kötschach- Mauthen tätig.
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  • Fabian Engel, Ausbildungsleiter Stefan Obernosterer und Kurt Kristler (von links) sind seit Jahren ehrenamtlich bei der Bergrettung in Kötschach- Mauthen tätig.
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Die Ortsstelle der österreichischen Bergrettung in  Kötschach-Mauthen ist für den bevorstehenden Winter bestens gerüstet. 

KÖTSCHACH-MAUTHEN. Die Einsatzstelle der Bergrettung in Kötschach-Mauthen zählt derzeit 47 ehrenamtliche Mitglieder. Der Altersdurchschnitt der Kameraden liegt dabei bei Mitte 40. "Die Kameradschaft in unserer Ortsstelle ist wirklich toll", freut sich Ortsstellenleiter Klaus Peter Hohenwarter. Die ehrenamtlich tätigen Bergretter sind in den drei Gemeinden Kötschach-Mauthen, Dellach und Kirchbach tätig. Ihre Zuständigkeit erstreckt sich von Alpin- und Forstunfällen über Suchaktionen und Tierbergungen.

Präventionsarbeit

Ortsstellenleiter Hohenwarter erklärt: "Nicht jeder kann der Bergrettung beitreten. Gefordert sind ein Mindestalter von 16 Jahren, eine gewisse körperliche Fitness und Bergsteigerkenntnisse." In jährlich absolvierten Ausbildungen wird nicht nur der Einsatz für den Winter geübt, auch Seiltechniken, Rettungstechniken mit der dazugehörigen Ersten Hilfe und Präventionsarbeit werden trainiert. Seit einigen Jahren wird in Zusammenarbeit mit der Neuen Mittelschule Kötschach-Mauthen ein Tag der offenen Tür veranstaltet. "Dabei wird die Bergrettung näher vorgestellt und die Schüler können dann in der Mauthner-Klamm einen Klettersteig oder "Flying Fox" ausprobieren", fährt er fort.

Die Bergrettung übt für den Lawineneinsatz.
  • Die Bergrettung übt für den Lawineneinsatz.
  • Foto: Bergrettung Kötschach-Mauthen
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Ständige Ausbildungen

Die Kameraden der Bergrettung besuchen zusätzlich Lawinen-Verschütteten-Seminare (LVS). Diese Seminare sind in vier Stationen aufgebaut. Einerseits trainieren die Ehrenamtlichen die Tourenplanung und die Verschüttetensuche auf einem Lawinenfeld, andererseits üben sie die Handhabung mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät bzw. dem Lawinenairbag und die Erste Hilfe bei einem Lawinenunfall.

Bestens vorbereitet

Im Ernstfall werden die Bergretter mittels SMS alarmiert. Der jeweilige Einsatz wird dann besprochen und die Landesleitstelle in Klagenfurt informiert dann über das genaue Einsatzgebiet. Im Jahr finden zwischen 20 und 22 Ausbildungen statt. "Diese beginnen rechtzeitig vor der Winter- oder Sommersaison. Somit sind wir immer auf Ernstfälle bestens vorbereitet", informiert Ausbildungsleiter Stefan Obernosterer.

Planung und Ausrüstung

Der erfahrene Bergretter rät jedem Tourenskigeher vor dem Start eine sorgfältige Tourenplanung. "Wichtig dabei sind die Schnee- und Wetterverhältnisse, die Länge und Schwierigkeit der Route und die Leistungsstärke des jeweiligen Tourengehers." Auch die notwendige Ausrüstung sollte stets parat sein. Neben der Pflichtausrüstung Sonde, Schaufel und LVS-Gerät, welche Leben retten kann, sind Helm und Lawinenairbag empfehlenswert.

451 Stunden im Einsatz

Eines merkt der Ortsstellenleiter noch an: „Ich möchte mich hiermit bei den Arbeitgebern bedanken. Ohne Entgegenkommen der Firmen bei Einsätzen wäre die ehrenamtliche Tätigkeit gar nicht möglich.“ Allein im letzten Jahr gab es für die Bergrettung Kötschach-Mauthen 19 Einsätze mit 159 Bergrettern, die insgesamt 451 Stunden im Einsatz waren.

Jährliche Wintereinsatzübung

Anfang des Jahres fand unter reger Teilnahme die diesjährige Wintereinsatzübung der Bergrettung Kötschach-Mauthen statt. Dabei wurden die Inhalte der letzten beiden Ausbildungsabende, die im Zeichen der Tourenplanung, des Lawineneinsatzes und Einschätzung der Lawinensituation gestanden sind, fortgesetzt. Den Auftakt dieser Übung bildete eine Skitour. Die Tour führte über die Obere Spielbodenalm auf den Hauserkofer. Dabei wurden rund 1.200 Meter Höhendifferenz überwunden. 

Für den Ernstfall

Die Bergretter stiegen über das Angerbachtal durch den Wald über eine gerade noch geschlossene Schneedecke und auf einer eisigen Spur auf. Bei der Abfahrt wurde auf der Oberen Spielbodenalm der Lawineneinsatz ausführlich geübt.

Sechs Verschüttete

In Stationsbetrieb suchten die Rettungsteams nach insgesamt sechs Verschütteten – teils ohne Pieps. Dabei mussten die Ehrenamtlichen die Aufgabe selbst organisieren, den Einsatz koordinieren und ausarbeiten. Den Abschluss der Einsatzübung bildete die Schlussbesprechung, bei der nochmals die wichtigsten Ereignisse der Übung zusammengefasst wurden.

Autor:

Lara Piery aus Spittal

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