Gailtaler Sommer
Die Wespen sind wieder im Anflug

Das Wespen-Team der Feuerwehr Hermagor: Lukas Jank (rechts) und Johannes Rogi (links) mit Schutzanzug und Gesichtsmaske
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  • Das Wespen-Team der Feuerwehr Hermagor: Lukas Jank (rechts) und Johannes Rogi (links) mit Schutzanzug und Gesichtsmaske
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Wespen verderben uns im Sommer schon mal die Laune. Die Freiwillige Feuerwehr Hermagor siedelt Nester um.

HERMAGOR (jost). Jedes Jahr von etwa Mitte Juli bis Mitte September haben die Wespen in unserer Region Hochsaison. Auch wenn es heuer deutlich weniger davon gibt, sind die Gäste mit Stachel an unseren Tischen nicht unbedingt willkommen. Bei vielen Menschen verursacht der Anblick der schwarz-gelb gezeichneten Tiere Reaktionen, die von respektvoller Zurückhaltung bis hin zu lebensgefährlichem und panikartigem Verhalten reichen.

Nest in Haus oder Garten

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Hermagor sind Lukas Jank (30) und Johannes Rogi (22) bereits seit Jahren ein eingespieltes Team, wenn es um die Entfernung von Wespen-Nestern in Wohnhäusern oder Gärten geht. „Die Wespen-Saison beginnt meistens nach dem Hermagorer Kirchtag, also etwa Mitte Juli. Unser Ziel ist es nicht, die Tiere zu töten, sondern sie umzusiedeln“
Jank: „Nicht selten kommt es vor, dass man bis zur Drehleiter zurückgreifen muss, um die versteckten Nester zu erreichen. Die Bekämpfung erfolgt meist abends, weil sich bei angehender Dunkelheit der Großteil der Tiere im Nest befindet.“
Für den Selbstschutz wird auf eine improvisierte Imker-Ausrüstung zurückgegriffen. Diese besteht aus einem Chemieschutzanzug und aus einer ausgemusterten Atemschutzmaske. So haben Wespen und Hornissen keine Chance, den Bekämpfer anzugreifen. Gerade bei größeren Nestern ist das Arbeiten mit dieser Ausrüstung unumgänglich.

Bisher wenige Einsätze

Im Gespräch mit der WOCHE Gailtal ziehen die beiden Wespen-Spezialisten einen vorläufigen Vergleich. Jank: „Im Jahr 2019 waren es rund dreißig Einsätze, heuer ist es im Vergleich dazu noch recht ruhig. Wahrscheinlich wegen des unstabilen Wetters. Sobald es aber länger anhaltende Hitze-Phasen gibt, kann sich das schnell ändern.“ Rogi ergänzt: „Es gab aber bereits heiße Sommer mit sechzig Einsätzen und mehr.“

Empfohlene Vorgangsweise

Empfehlung an die Bevölkerung: Werden zu Hause am Dachboden, in Gartenhütten, Garagen oder auf Bäumen Wespennester entdeckt, die eine Gefahr darstellen, soll die Feuerwehr verständigt werden. Jank: „Wir rücken dann mit unserer Spezialausrüstung aus. Bei der Umsiedelung heißt es Ruhe zu bewahren, um die Insekten an einen geschützten Ort in der Natur zurückzusetzen. Bitte bei schwierigen und unsicheren Situationen nicht mutwillig selbst zum Beispiel mit Sprays hantieren und die Tiere reizen, sondern gleich bei der Feuerwehr anrufen.“

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