"Eine Notfallausrüstung ist ein Muss"

Unfälle passieren einige, statistisch erfasst werden sie nur, wenn Personen zu Schaden kommen
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HERMAGOR. Der Schnee auf den Bergen lockt nun auch wieder Skitourengeher hinauf. So schön eine Skitour sein kann, birgt sie dennoch Gefahren. Jedes Jahr kommt es zu Unfällen, leider auch mit Toten.

In den Tod gerissen
Einen sehr tragischen Unfall aber gab es bekanntlich im Jänner diesem Jahres im Lesachtal. Dabei kamen drei erfahrene Skitourengeher ums Leben. „Ich glaube, dass niemand sein Leben leichtfertig aufs Spiel setzt. Es sind manchmal leider unglückliche Umstände und eine etwas zu optimistische Beurteilung der Lawinengefahr. Defensive wäre manchmal ein ,Zauberwort'“, meint Ortsstellenleiter Reinhold Ressi von der Bergrettung Hermagor.
„Aber wenn ein Hang so schön her leuchtet, unverspurt noch dazu, da klopft das Herz des Tourengehers bzw. das des Variantenfahrers schon höher.“
Statistisch erfasst werden Unfälle laut Ressi nur dann, wenn Personen dabei zu Schaden kommen. „Eine Untersuchung des Kuratoriums für Alpine Sicherheit weist z.B. einen statistischen Wert von etwa einem Toten bei 36.000 Tourentagen auf“, weiß Ressi.

Gut vorbereiten
Passieren kann immer etwas, gute Vorbereitung ist aber sehr wichtig. „Tourengeher sollten sich vor Antritt der Skitour unbedingt über die aktuelle Lawinenwarnstufe erkundigen, und diese Auskunft dann in die Überlegung des Tourenzieles einbringen.“ Die körperliche Verfassung, die Kondition, sollte der Tour entsprechen.
Die Notfallausrüstung muss immer dabei sein: „Handy, ein Suchgerät, um Verschüttete in der Lawine zu finden, Sonde, Schaufel und eine kleine Notfallapotheke gehören immer mit auf Tour.“

Mit Partner auf Tour
Außerdem sollte eine Skitour nach Möglichkeit nie alleine unternommen werden. „Jeder Unfall hat in so einem Fall noch fatalere Folgen. Auch sollten Familienmitglieder, Freunde bzw. Quartiergeber über das Vorhaben-Tourenziel informiert sein und eine Uhrzeit der Rückkehr angegeben werden.“
Speziell Anfängern bieten die alpinen Vereine Einführungskurse an bzw. Bergführer bieten auch sehr gute Ausbildungen. „Ansonsten sollte man seine Tourenziele im Laufe der Wintersaison steigern; d.h. mit leichteren und kürzeren Touren beginnen und diese dann mit Dauer der Saison steigern“, rät Ressi.

ZUR SACHE:

Tipps für die Skitour:

Die aktuelle Lawinengefahr im Auge behalten und die Tour dieser anpassen

Die Tour auf die eigene Kondition abstimmen

Notfallausrüstung: Handy, Suchgerät, um Verschüttete in der Lawine zu finden, Sonde, Schaufel und eine kleine Notfallapotheke mitnehmen

Nie alleine auf Skitour gehen

Route und Ziel der Tour und die geplante Rückkehr anderen bekanntgeben

Mit kleineren Touren beginnen, langsam steigern

Autor:

Astrid Waldner aus Spittal

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