Historisches Kloster als Mekka für Kultur

Projekte auf Schiene: Ilona Wulff-Lübbert, Bernhard Wolfsgruber, Reinhard Antolitsch, Erich Kessler, Harald Schellander (vl.)
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ARNOLDSTEIN. Die „Tage der Zukunft“, das 25-Jahr-Jubiläum Klosterruine Arnoldstein, die Uraufführung der Sage „Die weiße Rose von Arnoldstein“ sowie das Programm für den Kultursommer 2017 auf der Klosterruine – diese Themen standen im Zentrum der Pressekonferenz, zu der Arnoldsteins Bürgermeister Erich Kessler und Vizebürgermeister, Kulturreferent Reinhard Antolitsch am Donnerstag, dem 8. Juni, eingeladen haben.

Tage der Zukunft

Harald Schellander, Geschäftsführer des Instituts für Zukunftskompetenzen (IFZ) und Organisator der "Tage der Zukunft" zum Unternehmerkongress: "Wir bauen in diesen alten Gemäuern in der Gegenwart Zukunft auf." Von 12. bis 14. Juni entwickeln bei dieser Ideenschmiede 15 ausgewählte Projekt-Teams mit insgesamt über 100 Zukunftsgestalter aus ganz Österreich bei den Tagen der Zukunft ihre Ideen für eine lebenswerte Zukunft weiter. Die Teams werden von Experten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz oder Belgien unterstützt. Die Projekte werden am 14. Juni der Öffentlichkeit präsentiert. Heuer findet die 11. Auflage des Kongresses statt.

25 Jahre Klosterruine

„Schon als Jugendlicher hatte ich die Vision, dass man das Kloster eines Tages wieder belebt", sagt Bernhard Wolfsgruber, Obmann vom Verein zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein. Er war unter dem damaligen Bürgermeister Gerwald Steinlechner und dem damaligen Kulturreferenten und heutigen Bürgermeister Erich Kessler, maßgeblich die treibende Kraft um das alte Gemäuer des Klosters wieder begehbar zu machen und zu sanieren.
967.300 Euro Subventionsgelder über die Marktgemeinde Arnoldstein, das Land Kärnten, das Bundesdenkmalamt und das Bundeskanzleramt sind seit dem Beginn der Sanierungsarbeiten und den Maßnahmen zur Revitalisierung im Jahre 1992 bis zum Jahresende 2016 in das Projekt geflossen.

57.633 Arbeitsstunden

Neben dieser Summe durch die öffentliche Hand sind 100.000 Euro freiwillige Geld- und Sachspenden über die Bevölkerung der Gemeinde dazugekommen. Von 1992 bis 2016 wurden 57.633 Stunden Arbeit (bezahlte Mitarbeiter und freiwillige Helfer) über den Revitalisierungsverein in das Projekt investiert.
Jährlich finden auf der Klosterruine rund 40 Veranstaltungen statt. „Letztes Jahr hatten wir diese Zahl auf insgesamt 54 Veranstaltungstage verteilt“, so Wolfsgruber. Im Jubiläumsjahr wird der Bereich des Ausschankes am Plateau umgestaltet, eine Lichtanlage für den Theaterbetrieb wird neu installiert und adaptiert.
Weiße Rose von Arnoldstein
Im Jubiläumsjahr steht auf der Klosterruine ein besonderes Highlight auf dem Programm: die Aufführung der Sage „Die weiße Rose von Arnoldstein“. Weltpremiere und Uraufführung ist am 11. August. Die Legende um den jungen Novizen Johannes ist im späten 15. Jahrhundert im einstigen Benediktinerkloster angesiedelt. Die szenische Umsetzung inszenierte Bernhard Wolfsgruber. Ilona Wulff-Lübbert von der Katholischen Frauenbewegung Kärnten hat das Epos in eine Schauspielfassung inszeniert. "Die Legende lebt mit Theater-Darstellern aus Kärnten und aus Arnoldstein am einstigen Originalschauplatz der Legende wieder auf", freut sich Wulff-Lübbert.

Impetus 2017

Vizebürgermeister Reinhard Antolitsch ging auf den Kultursommer Impetus 2017 und dessen Highlights ein und erwähnte: „Wir können mit Stolz behaupten, dass wir hier in den Räumen der Klosterruine ein kulturelles Zentrum der Marktgemeinde Arnoldstein geschaffen haben. Es ist uns gelungen, ein breites kulturelles Spektrum anzubieten. Neben Populärkultur findet man bei uns auch Nischenprodukte wie Jazzveranstaltungen.“

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