Nassfeld: Genug Wasser für Beschneiung der Pisten da

Einer der acht Speicherteiche am Nassfeld, hier im Rudnig-Gebiet, die das Wasser für die Beschneiung der Pisten liefern
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  • hochgeladen von Iris Zirknitzer

NASSFELD. Seit rund zwei Monaten hat es im Gailtal keine wesentlichen Niederschläge mehr gegeben. Ein Tief hat der Region kürzlich etwas Regen bzw. am Berg Schnee gebracht. Das ändert aber wenig an der Situation. Fakt ist: So trocken wie diesen Winter war es in unserer Region schon lange nicht mehr. Wie ist es um den Wasservorrat am Nassfeld bestellt? Denn: Ohne Wasserversorgung und Speicherteiche ist eine Beschneiung der Pisten nicht möglich.

Speicherteiche

Wir haben bei Stefan Flaschberger, Prokurist der Bergbahnen Nassfeld Pramollo AG, nachgefragt. Vorab: Gut 90 Prozent der Pisten am Nassfeld sind beschneit und in einem sehr guten Zustand, bestätigt Flaschberger. "Auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit sind unsere Bäche bzw Zuflüsse natürlich teilweise trocken. Wir haben aber am gesamten Berg Wasserspeicher – acht Speicherteiche insgesamt – mit einem Gesamtvolumen von über 600.000 Kubikmetern. Diese Menge reicht für eine solide Grundbeschneiung aus. Voraussetzung ist: es herrschen ideale Schneibedingungen", sagt Flaschberger. Die Speicher sind derzeit zu ca. 50 Prozent gefüllt. "Wir können also gut beschneien, wobei unsere Talschiene nach wie vor in Betrieb ist", hebt Flaschberger hervor. Mit Talschiene verweist der Prokurist der Nassfeld Bergbahnen auf die Wasserversorgungsleitung vom Tal über den Cerimbach bei Rattendorf. Auf diese kann im Notfall zurückgegriffen werden. "Diese Versorgungsleitung liefert uns 80 Sekundenliter Wasser. Dieses können wir im gesamten Gebiet verteilen", so Flaschberger. Durch diese Pumpleistung entstehen jedoch zusätzliche Kosten. "Diese belaufen sich im Regelfall auf etwa 150.000 Euro, die wir im Normalfall in diesem Ausmaß nicht haben", fährt er fort.

Kein drastischer Mangel

Bei guten Bedingungen benötigen laut Flaschberger die Schneekanonen im Gebiet zirka 700 bis 800 Sekundenliter Wasser. Die zwischenzeitlich kurzen Niederschläge in der vergangenen Woche waren ein Tropfen auf dem heißen Stein. Am Wasservorrat hat sich daran nichts Wesentliches verändert. Flaschberger: "Die Wassersituation hat sich nicht gravierend geändert, da der Boden gefroren ist und damit das Wasser sehr schnell abfließt und wir es in dieser kurzen Zeit nicht gesamt fassen können. Wir haben auf jeden Fall noch so viel Wasser, dass wir die restlichen zehn Prozent der nicht beschneiten Pisten beschneien können." Für die Skifahrer seien die Bedingungen nach wie vor gut, bestätigt der Experte. "Der Regen ist natürlich nicht das Beste für die Pisten. Aber der kompakte Schnee hält schon was aus."

Autor:

Iris Zirknitzer aus Hermagor

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