Urlaub auf „Dahamas statt auf den Bahamas“

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HERMAGOR (jost). Rudi Samidits ist ein bunter Hund und landauf, landab bekannt als Live-Musiker, Moderator, Komponist und Betreiber der Musikagentur „Sammy“. Er beschreibt sich selbst als Visionär mit Bodenhaftung und behauptet: „Musik ist mein Lebenselixier, mein Beruf und meine Berufung“.

WOCHE: Ab wann war für Dich Musik ein Thema und was war die Initialzündig für Deine Laufbahn?

RUDI SAMIDITS: Mein Vater war bei der Parlamentswache in Wien beschäftigt. Daher verbrachte ich mit meiner Familie die ersten drei Lebensjahre in einer Dienstwohnung im Parlament. Auf einem Spielzeugklavier begann ich mit einem Finger Lieder aus dem Radio nachzuklimpern. Nach dem Umzug nach Hermagor nahm ich Akkordeon-Unterricht bei Jakob Allmaier, verdiente mein erstes Taschengeld als Schlagzeuger in einer Schulband und war Schlagwerker bei der Trachtenkapelle Hermagor. Danach folgten Auftritte mit dem „Untervellacher Sextett“ – später „Sunny Side“, das war der Sprung in meine musikalische Karriere. Mein Brotberuf als ÖBB-Fahrdienstleiter erfüllte mich nicht, die wortwörtlich „eingefahrenen Geleise“ waren nichts für mich und ich entschied mich für die Laufbahn als Berufsmusiker.

Du hast einige familiäre Schicksalsschläge erleben müssen, was half Dir dabei?
Die Musik. Ich vergleiche mich oft mit Andreas Gabalier, denn auch ihm hat nach herben Schicksalsschlägen die Musik Zuflucht und Trost gegeben. „I mecht leben“ ist ein Titel, den ich am Poludnig-Gipfel in einer Trauerphase komponiert habe.

Dein Lebensmotto lautet „Miteinander statt Nebeneinander“, wie stehst Du daher zum aktuellen Thema Flüchtlingsströme?
Die Asylanten haben Schreckliches erlebt, haben Angehörige im Krieg verloren und mussten ihre Heimat verlassen. Ich habe Mitleid mit den armen Kreaturen und würde in meinem Haus sofort einem Flüchtling Quartier geben. Allerdings unter der Voraussetzung, dass er sich unserer Mentalität anpasst und nicht umgekehrt. Würde alle Krieger statt einer Waffe ein Instrument in die Hand nehmen, gäbe es keinen Krieg.

Was bedeutet Dir der Begriff Heimat?
Heimat gibt mir Bodenständigkeit und ist dort, wo meine Wurzeln sind, ich mich geborgen fühle und dort, wo meine Freunde sind. Ein von mir komponierter Song lautet: „Ich mache Urlaub auf Dahamas, brauche kein Rhodos und Bahamas“. Ich hatte genug Angebote für eine Karriere im Ausland, aber für mich gilt: „Daham is daham!“.

Wie und wo siehst Du Dich in 20 Jahren?
Auf jeden Fall nicht mit scheeweissem Haar auf der Bühne, ich will eher mit meiner Musikagentur im Hintergrund agieren. Meinen Freunden erzähle ich spasshalber immer, dass ich dann mit meinem Akkordeon von Altersheim zu Altersheim ziehen und für Kost und Logis dort die Leute unterhalten werde.

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