Wir sind nicht perfekt und trotzdem glücklich

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GAILTAL (jost) Der Jahreswechsel ist für viele ein Impuls, etwas im Leben zu verändern oder alten Lastern zu entsagen. Voll Energie und Hoffnung starten wir in das neue Jahr und es beginnt die Zeit guter Vorsätze. Hand aufs Herz: Jeder von uns hat Gewohnheiten, die häufig unseren Alltag bestimmen. Dabei haben viele von uns auch schon versucht, sich etwas abzugewöhnen und dabei festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. Perfektion ist eine Illusion und gäbe es sie, würde sie uns schnell langweilen. Von seinen Eigenheiten zu erzählen, verlangt etwas Mut. Einige bekannte Gaitalter lassen in ihr Innerstes blicken und haben uns ihre liebenswerten oder störenden Charaktereigenschaften verraten.

Franz Janschitz, AMS-Leiter

„Ich bin ein Genussmensch, daher kämpfe ich mit meinem Gewicht seit dem Kindergarten. Kalorienzählen ist nicht mein Ding. Ich arbeite beim Frühstück meine Mails ab, sitze dann im Büro und habe abends oft noch Sitzungen. Essen ist für mich ein Stresskiller. Ich weiß, dass Essen im Übermaß nicht gesundheitsfördernd ist, aber es schmeckt mir einfach. Daher mein Ziel für das neue Jahr: Ich muss öfter auf den Golfplatz!“

Iris Lanner, Journal"Meine Freizeit"

„Musik ist meine Leidenschaft. Doch Musikhören mit voller Lautstärke ist eine verrückte Marotte von mir und ich halte mich an das Motto: Manchmal hilft es, Musik ganz laut zu hören, damit die vielen Gedanken im Kopf leiser werden. Meine Familie schlägt dann kopfschüttelnd die Türen hinter mir zu. Ich verbinde Erlebnisse mit bestimmten Liedern und das funktioniert am besten, wenn ich den CD-Player voll aufdrehe und mitsinge."

Veronika Ambrosch, evang. Pfarrerin

"Manchmal erwische ich mich, dass ich bei einer Anfrage auf eine Veranstaltung schnell sage: ,Puh, ich glaub, da hab ich keine Zeit!‘ Ich möchte im neuen Jahr mehr darauf achten, dass ich nicht vorschnell sage: ,Ich habe keine Zeit!‘ Ich möchte versuchen, in mich hineinzuhören und wahrzunehmen, ob nicht doch noch das eine oder andere möglich wäre, oder aber eben auch nicht. Nur, wer sich keine Zeit nimmt, hat sie auch effektiv nicht."

Sepp Kolbitsch, Tourismusobmann

"Ich kann mich selber schwer einschätzen, daher habe ich meine Frau gefragt, ob ich Laster habe. Ihre Antwort": ,Eigentlich fällt mir nur eine Sache ein, die du zu mindestens schrittweise ändern solltest. Du investierst unglaublich viel Zeit in verschiedenste ehrenamtliche Tätigkeiten außerhalb unserer Betriebe. Einen Teil dieser Zeit würde ich liebend gerne mit dir verbringen. Daher solltest du lernen, manchmal auch Nein sagen zu können.‘

Christine Ploner, Stärkenschmiedin

„Mein Laster ist eher eine Macke. Ich rede mit mir selbst! Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich im Dialog mit mir selber bin. Aber ich stelle fest, es fördert die Konzentration und steigert die Leistungsfähigkeit. Ich kann mich besser strukturieren, wenn ich z.B. sage": ,So, das wäre getan, was kommt als Nächstes?‘ "Mein Umfeld reagiert eher belustigt auf meine kleine Schwäche, aber für verrückt hält mich deswegen niemand."

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