Mobilität Gailtal: Erste Weichen sind gestellt

Mobilitätsmasterplan 2035: Umsetzung wird vorangetrieben
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GAILTAL (iz). Auf Drängen der VP Hermagor hat der VP-Landtagsclub im Verkehrsausschuss des Kärntner Landtages einen Abänderungsantrag in der Causa Gailtalbahn eingebracht. Die WOCHE hat Verkehrslandesrat Rolf Holub zu besagtem Antrag der VP um Stellungnahme gebeten und macht einen Blick in die Zukunft der Mobilität im Oberen Gailtal.

WOCHE: Herr Holub, die ÖVP plant ein Auffangnetz, sollte das Buskonzept scheitern und fordert unter anderem, dass die Erhaltung, Wartung und Pflege der Strecke von Hermagor nach Kötschach-Mauthen auch nach Stillegung des Schienenverkehrs gesichert ist. Welches Konzept könnte hier zum Tragen kommen?

ROLF HOLUB:

Die Basiswartung wird durch das Land Kärnten in Zusammenarbeit mit der Straßenbauabteilung erfolgen. Alles darüber Hinausgehende hängt von der Nachnutzung der Gailtalbahn im Abschnitt Hermagor-Kötschach-Mauthen ab. Die Regionsvertreter haben es übernommen, mögliche Nachnutzungen zu prüfen und haben bereits durchklingen lassen, dass eine Nachnutzung im touristischen Bereich zielführend erscheint. Sollte daher z.B. ein Radweg ins Auge gefasst werden, sind gänzlich andere Anforderungen an eine Pflege zu stellen.
Die VP fordert, dass die Kosten für die Gailverbauung und die Wildbachverbauung, die bisher die ÖBB getragen hat, nicht bei den Gailtaler Gemeinden hängen bleiben darf.
Der derzeitige Schlüssel ist bis 2018 vertraglich vereinbart. Die Verhandlungen mit der ÖBB und den Gemeinden starten voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2018 – auch in Abhängigkeit eines bis dahin neuen Gefahrenzonenplans.
Wird der Verkehr auf die Straße verlegt, sei laut der VP vorher die Sanierung der B111 und der schattseitigen Landesstraßen dringend notwendig. Sehen Sie da nicht auch Handlungbedarf?

Das neue Busverkehrssystem zwischen Hermagor und Kötschach, auch jenes auf der „Schattseite“ kann derzeit ohne straßenbauliche Maßnahmen umgesetzt werden.
Das neue Mobilitätskonzept steht. Die ersten Schritte sind getan. Sind Sie zufrieden?

Das Konzept wurde mit allen Gemeinden und Schulen abgesprochen sowie für gut befunden und startet den Probebetrieb seit Monatg dieser Woche. Im Kern gibt es ein verbessertes Angebot im Vergleich zur Bahn, da mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 auch ein Stundentakt in direkter Abstimmung mit der S-Bahn eingeführt wird. Dies nicht nur zwischen Hermagor und Kötschach-Mauthen, sondern auch von dort Richtung Oberdrauburg. Zusätzlich wird es neue Verbindungen ins Lesachtal mit der Verknüpfung nach Osttirol geben.

Wie viele Busse werden im Einsatz sein?

Die Zahl der Busse wird sich an den Erfordernissen der Sicherstellung des Taktverkehrs orientieren, wobei es in jedem Fall wichtig ist, dass der Taktverkehr eingehalten wird und alle Personen, die im Bus befördert werden wollen, auch Platz haben. Die Busse sind hochmodern und auch überwiegend mit WLAN und der Mitnahmemöglichkeit einiger Räder ausgestattet.

Was wird im Zuge der „Umstellung“ bis 2019 noch ins Auge gefasst?

Die Elektrifizierung der S 4 zwischen Arnoldstein und Hermagor, die Modernisierung der Bahntechnik, die Adaptierung der Bahnhaltestellen sowie der Bahnübergänge und auch der Bushaltestellen, sowie das laufende Marketing und die laufende Evaluierung zum neuen Bussystem. Bezüglich des Tarifs für ÖBB-Vorteilscardbesitzer konnte eine kulante Übergangslösung mit den Busbetreibern für Einzelfahrten gefunden werden. Mit den Vertretern des regionalen Tourismus wurde vereinbart, dass sie ein Konzept für die Nachnutzung ausarbeiten und dies innerhalb der Region weiterentwickeln.

Wie weit sind die Einleitungen für die Planungsarbeiten für den Infrastrukturausbau?

Das Konzept für die Sicherung der Bahnübergänge ist in Ausarbeitung, jenes zu den Haltestellen zwischen Hermagor und Kötschach-Mauthen liegt vor und soll in einem Stufenplan in Kooperation mit den verantwortlichen Gemeinden abgearbeitet werden.

Mobilitätsmasterplan 2035: Umsetzung wird vorangetrieben
Autor:

Iris Zirknitzer aus Hermagor

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