Gailtaler wurde „King of Kanzi“ 2015

Nico Ferlitsch am Kanzi bei der Route „Halt 
mich!“ mit Schwierig-
keitsgrad 8b
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  • Nico Ferlitsch am Kanzi bei der Route „Halt
    mich!“ mit Schwierig-
    keitsgrad 8b
  • Foto: Marion Ferlitsch
  • hochgeladen von Martina Koller

ST. STEFAN IM GAILTAL. Der Besuch des Klettergartens am Kanzianiberg von Nico Ferlitsch mit seinem Vater Benno Gotschier vor fünf Jahren hat es den beiden angetan. Die Leidenschaft nahm ihren Lauf und beide hielt nichts mehr zurück. Für den 14-jährigen Hauptschüler, der in Hermagor die Neue Mittelschule besucht, ist das Klettern zu einer nahezu täglichen Freizeitbeschäftigung geworden, die er vorwiegend in der freien Natur auslebt.

Training am Kanzianiberg
Drei- bis vier Mal in der Woche kann man den Schüler am Kanzianiberg antreffen. Der Kanzi, wie er auch gerne genannt wird, liegt in den Karawanken bei Finkenstein in der Nähe des Faaker Sees und ist ein Klettergarten für Anfänger und Fortgeschrittene. Nicos Vater ist immer dabei und manchmal begleitet das Duo auch Nikos Schwester Anika Ferlitsch.

Herausforderung erwünscht
Im Winter, wenn der Schnee sich in unseren Bergen breit gemacht hat, zieht sich der drahtige Bursche in eine Halle zurück, wo er neben der Kletterhalle in Hermagor, auch die „WAHAHA“ in Feistritz im Rosental oder den Kletterpark „The Rock“ in Mühldorf im Mölltal bevorzugt. „Am liebsten klettere ich aber im Felsgebiet. Je schwieriger, desto lieber“, so der aufgeweckte Junge und auf die Frage, wie dort ein Aufenthalt aussieht, schwärmt er: „Am Anfang wärme ich mich bei den leichten Routen auf. Am Kanzi ist alles ganz familiär, das heißt jeder hilft jedem. Es wird gegenseitig gesichert. Die Gedanken, welche Tour ich bewältigen werde, mach ich mir schon zu Hause. Ich träume davon.“

Traum:
„Voll cool wäre es einmal in Spanien zu klettern.“ Er nennt als Ziel Siurana, das in Katalonien liegt und zählt auch andere Klettergebiete auf, die er schnell auf seinem iPad präsentieren kann. „The Nose, eine Kletterroute am ElCapitan in Kalifornien, wäre für mich auch eine große Herausforderung“, der überaus begeisterte Naturliebhaber.

Angst:
„Am Anfang hatte ich etwas Höhenangst, doch jetzt ist es für mich ganz normal“, erzählt das Bewegungstalent. Mutter Marion Ferlitsch auf die Frage, wie es ihr mit der Freizeitbeschäftigung ihres Sohnes geht: „ Sicher hat man etwas Angst, es begleitet einem immer und kostet viel Kraft, aber ich bin aufgrund seiner Leistungen sehr stolz auf ihn.“

Erfolg:
Am 23. und 24. Mai 2015 hat Nico beim „King of Kanzi 2015“ gleich drei erste Plätze erreicht. Dieser Event wird jedes Jahr am Kanzianiberg ausgetragen und der 14-jährige erreichte in der Einzel- und in der Teamwertung (zwei Personen) den ersten Platz. Im Team trat er mit seinem Partner Robert Zink an. Zusätzlich wurde er noch Gewinner in den Kategorien „derjenige mit den schwersten Routen“ und „mit den meisten Punkten“. Die Punkte werden nach Schwierigkeit und nach Anzahl der Touren vergeben. Und es wird Ausdauer vorausgesetzt, denn man muss acht Stunden durch klettern.

ZUR PERSON:
Name: Nico Ferlitsch
Geburtsdatum: 25. Mai 2001
Wohnort: Bach in St. Stefan an der Gail
Hobbies: Motorsport, Mountainbiken (Downhill), Computer spielen
Lieblingsspeisen: Pizza, Cordon bleu, scharfes Essen, ein Apfel pro Tag. (Er versucht sich gesund zu ernähren)

Berufswunsch:
Wo andere Kinder als Berufswunsch Pilot oder Feuerwehrmann angeben, kommt es bei ihm wie aus der Pistole geschossen: „Ich möchte Berufskletterer werden, und damit mein Geld verdienen!“

ZUR SACHE:

Projekt:
Seit April arbeitet Nico an einem herausfordernden Projekt: „Phönix aus der Asche“ (Schwierigkeitsgrad 8b+/c).
Eine Kletterroute am Kanzianiberg, die bis heute erst zwei Personen geschafft haben und seit 15 Jahren unbegangen ist. Es ist eine der schwersten Routen in Kärnten und Nico ist schon ganz nahe daran sie zu durchsteigen.
Das Durchhaltevermögen verdankt der St. Stefaner seinem Ehrgeiz und seiner Zielstrebigkeit.
„Es ist zwar anstrengend, aber ich bin hart zu mir selbst und gebe selten auf“, der erfolgreiche Sportler, der dadurch seinen Kindheitstraum verwirklicht.

Autor:

Martina Koller aus Hermagor

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