Gemeinde-Monitoring
Gemeinsam Anpacken und vernetzen

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Die Stärken und Schwächen der Gemeinde Gitschtal liegen am Tisch. Es sind wichtige Daten für Zukunfts-Entscheidungen.

WEISSBRIACH (jost). Im Vorfeld des heurigen Gitschtal-Forums trafen sich die Bürgermeister des Gail-, Gitsch- und Lesachtales sowie Vertreter der Wirtschaftskammer, des AMS und Bezirkshauptmann Heinz Pansi kürzlich in Weißbriach, um mit den Expertinnen Anna Kleissner (Economica Kärnten) und Margit Heissenberger (Initiative für Kärnten) verschiedene Ideen und Konzepte zu analysieren und zu diskutieren.
Der ländliche Raum steht in ganz Österreich vor großen Herausforderungen. Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung stehen dabei ganz oben auf der Liste. Entscheidend ist es, rechtzeitig wirtschaftspolitische Maßnahmen zu setzten, um diesem Trend bestmöglich entgegen zu wirken. In einem informativen Vortrag lieferte Anna Kleissner den Bürgermeistern und politischen Vertretern der Region umfangreiches Zahlenmaterial.
Ziel von Gemeinde-Monitorings ist es, die ökonomische Ausgangssituation der Gemeinden festzustellen, um dann daraus das jeweilige Entwicklungspotenzial abzuleiten. Die Economica ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut mit der Aufgabe, zukunftsgestaltende Erkenntnisse für die wirtschaftliche Leistungs- und Entwicklungsfähigkeit von Regionen zu erarbeiten.

Monitoring-Ergebnisse
Welche wirtschaftspolitischen Ziele will das Gitschtal erreichen? Wo steht die Gemeinde Gitschtal heute, wohin bewegt sie sich, und in welchem Tempo?
Das Gitschtal hat einige Stärken. Einige Beispiele: Durch die Lage zur Nachbargemeinde Hermagor sind Spillover-Effekte möglich. Das Arbeitsplätze-Angebot ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Lebensqualität, die Freizeit- und Kulturangebote sowie die attraktiven Erholungsräume sind sehr lobend zu erwähnen. Die Tourismuseinnahmen sind stabil.
Es gibt aber auch Schwächen: Im Bildungsbereich ist der Anteil an „hoch qualifizierten“ Personen gering. Um jede offenen Arbeitsplatz bewerben sich statistisch acht Arbeitslose.
Demographische Probleme: Das Gitschtal ist ein Abwanderungsgebiet.
Anteil der Kinder und Jugendlichen ist schrumpfend. Der Anteil der über 60-Jährigen ist überdurchschnittlich hoch. Immer weniger Personen stehen für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung zur Verfügung.
Die Gitschtaler Wirtschaft erbrachte im Jahr 2013 eine Wirtschaftsleistung von Höhe von 23 Millionen Euro, das sind lediglich 0,1 Prozent der gesamten Kärntner Wertschöpfung.

Bürgermeister-Statement
„Es gilt auch in Zukunft, die tolle Infrastruktur unseres Tales zu erhalten, die maßgeblichen Anteil an einem lebenswerten Gitschtal hat. Glücklicherweise ist es auch gelungen, mit der Erweiterung des Gewerbeparks Lassendorf Arbeitsplätze im Gitschtal zu erhalten bzw. neue zu schaffen. In Jadersdorf ist ein Baulandmodell im Entstehen, welches ermöglicht, dass Baugrund zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt wird.
Der Erfolgsweg im Tourismus soll mit Hilfe unserer tüchtiger Unternehmer fortgesetzt werden, heuer werden es seit langem wieder einmal mehr als 130.000 Nächtigungen werden. Ein wichtiger Faktor ist auch die Unterstützung unserer Vereine, die das gesellschaftliche Rückgrat unseres Tales sind und dafür sorgen, dass unsere jungen Leute eine besondere Bindung an ihre Heimat haben! Wir sind stolz auf unsere Jugend. Und ihr eine Zukunft bei uns zu bieten und zu schaffen, hat höchste Priorität. Entscheidend ist auch, dass die gute Zusammenarbeit unter den einzelnen Gemeinden im Bezirk weiter vertieft wird und Synergien gesucht werden.“

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