Heimelige Wärmespender nach alter Tradition

Seit 18 Jahren ist Diethelm Wendling der Kopf des Unternehmens
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  • Foto: KK/Wendling
  • hochgeladen von Iris Zirknitzer

Der Herbst ist da. Man zieht sich wieder mehr in die eigenen vier Wände, umgeben von wohliger Wärme zurück. Neben herkömmlichen Heizmöglickkeiten lebt eine alte Tradition in vielen Häusern wieder auf: Der gute alte Kachelofen. Im Gailtal stellt Diethelm Wendling diese her.

Seit 1948 besteht die Firma Wendling. Bereits in dritter Generation gibt es das Familienunternehmen. Der Standort in der Guggenbergerstraße bei Hermagor ist noch heute derselbe wie vor rund 65 Jahren. Heute ist Sohn Diethelm Wendling Geschäftsführer. Er hat das Unternehmen vor 18Jahren übernommen. Drei Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt.
Vor zwei Jahren wurde der Betrieb verkleinert. „Wir sind weg von Zusatzangeboten wie der Fliesenverlegung und haben uns auf die Herstellung der Kachelöfen spezialisiert. Darüber hinaus werden auch Fliesen- und Natursteinverlegungen im Unternehmen durchgeführt. Für eine kleine Region war das Fokussieren unternehmerisch der optimale Schritt. Ich kann hier nur bestimmte Segmente abdecken.“ Die Firma Wendling stellt Kachelöfen, Kaminöfen, edle Koch – Back und Heizgeräte - die Kachelherde, Gailtaler Brotbacköfen, Pizzaöfen und Kaminöfen her.
In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Kachelöfen kontiniuierlich um 20 Prozent gestiegen. 30 bis 40 Öfen stellt er pro Jahr her. Die Auftragslage variert auch nach Saison. „Im Frühjahr und Herbst ist tendenziell die Anfrage höher. Die Fertigung von einem Ofen dauert im Schnitt eine Woche. Die Lebensdauer eines Kachelofens kann bis zu 60 Jahren umfassen. Ein Stück kostet von 7.000 bis 15.000 Euro, nach oben hin offen.
Durch die steigenden Öl- und Strompreise geht auch eine Trendumkehr einher. Viele haben in unserer Region eigene Wälder und versorgen sich selbst mit dem Rohstoff Holz als Brennmaterial.
Wendling hat sein Einzugsgebiet im Gailtal, in Kärnten und im oberitalienischen Raum. Der oberitalienische Raum hat sich als lukratives Feld aufgemacht: In Italien gibt es so gut wie keine Ofensetzer. „Ich habe mir von Tarvis bis Cividale bereits einen Namen gemacht“, erzählt Wendling. Bis zu dreißig Prozent nimmt der Italienmarkt an Gewinn ein.

Ein Ofen aus dem Familienunternehmen ist hundert Prozent Handwerkskunst. „Wir setzen vor Ort den Ofen, ganz nach den individuellen Wünschen der Kunden.“
Was Kachelöfen so besonders macht, ist die gesunde Strahlungswärme. Der Ofen wird einmal am Tag beheizt, und gibt den ganzen Tag die Wärme langsam ab. Diese uralte Art von Wärmeerzeugung ist den Sonnenstrahlen sehr ähnlich, gesund, allergikerfreundlich, staubfrei und wird angenehm empfunden.“Vor allem Asthmatiker schätzen das gute Raumklima das ein Kachelofen schafft“, so Wendling.
Auch Kachelöfen sind einem Trend unterworfen. „Derzeit sind besonders große Kacheln von 1,10 Meter Höhe gefragt. Eine besondere Nische deckt Wendling mit den Gailtaler Brotbacköfen ab. Diese werden nach jahrhunderte langer Tradition in ihrer ursprünglichen Bauweise als Back – und Heizgeräte gebaut. „Es gibt in Kärnten fast niemanden, der diese herstellt.“ Und die Nachfrage danach wird immer größer. „Private, Bauern oder Gastronomiebetriebe fragen danach an“, erklärt Wendling.
Und wer ein besonderes exklusives Stück in seinem Haus stehen haben möchte, der kann aus den vielfältigen Varianten an Öfen sein Wunschexemplar vom Meister selbst anfertigen lassen.

Autor:

Iris Zirknitzer aus Hermagor

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