Ökologisch relaxen im Alpencamp Kötschach

Alpencamp-Betreiber Sepp Kolbitsch, hier mit zwei seiner Mitarbeiterinnen: Magdalena Thurner (li.) und Daniela Ebner
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KÖTSCHACH-MAUTHEN. „Mein Zugang zu Camping war der, dass Wohnwägen und Wohnmobile ein Verkehrshindernis auf der Straße sind“, schmunzelt Sepp Kolbitsch, wenn er an seine jungen Jahre zurück denkt. Dass sich sein Alltag eines Tages ausgerechnet um diese Touristen-Klientel drehen würde, daran hätte Kolbitsch vor rund 23 Jahren noch nicht gedacht. Heute betreibt der Unternehmer das Alpencamp in Kötschach-Mauthen. Der Campingplatz ist ein Paradebeispiel und Vorzeigeprojekt in punkto Energie-Effizienz.

Vom Pächter zum Besitzer

Von Christian Sölle erwarb der gebürtige Weissensseer 1998 nach anfänglicher Pacht-Variante offiziell das Alpencamp. Bereits einige Jahre vor der Übernahme hatte Kolbitsch als Mitarbeiter in Christian Sölles Sportgeschäft Verbindung zum Campingplatz. (Siehe auch Infobox „Zur Sache“). Als die Gespräche um die Übernahme konkreter wurden, hat sich Kolbitsch in ganz Österreich Top-Campingplätze angeschaut. „Als ich zurück gekommen bin, wusste ich: wenn ich den Campingplatz übernehme, dann nur als Pächter und mit einem völlig neuen Konzept.“ Bereits 1994 hatte der Wahlgailtaler für den Betrieb ein Leitbild erstellt- welches nach ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten konzipiert ist. „Nach diesem Leitfaden arbeiten wir auch heute noch“, sagt er.

Investitionen

Die Investitionsnsrückstände waren die ersten Hürden für den Unternehmer. Zwei Jahre nach der Übernahme startete Kolbitsch mit den ersten großen Investitionen. 2007 wurde das zentrale Betriebsgebäude mit Büro plus Reception und Sanitärtrakt im Erdgeschoss erweitert. Der Wellnessbereich kam bereits 2008 hinzu. Bei all seinen Plänen verfolgte der Unternehmer stets seine Vision, Holz und Sonne als erneuerbare Energiequellen zu nutzen, und einen möglichst energieautarken Weg zu gehen.

Bio-Schauheizanlage

Kolbitsch betreibt mittlerweile die erste österreichische Bio-Schauheizanlage. Herzstück ist ein Pellets-Kessel, der in Kombination mit Sonnenkollektoren und einer raffinierten Steuerungs-Anlage den jeweils aktuellen Energie-Bedarf nach individuell programmierbaren Parametern optimiert. Im Vergleich zur ursprünglichen Anlage habe ich jährlich Energieeinsparungen von 70%“, so Kolbisch. Als erster österreichischer Campingplatz ist das Alpencamp mit dem EU-Ecolabel“ ausgezeichnet. „Wir waren österreichweit auch eines der ersten, mit LED-beleuchteten Gebäude“, sagt der Camping-Betreiber.
Auch bei der Wasserversorgung geht man den umweltfreunlichen Weg. So hat Kolbitsch im Sanitärbereich auf Spezialduschköpfe und Armaturen mit Sensoren umgestellt. 100 bis 120 Liter Wasser täglich pro Gästenächtigung verbraucht ein durchschnittlicher Tourismusbetrieb. Bei uns sind es 60 Liter pro Kopf“, informiert er. Auch in der Möbilität setzt das Alpencamp auf umweltfreundliche Energie. E-Auto, E-Bikes und Segways stehen zur Verfügung. Die Größenordnung des Campingbetriebes will man beibehalten. 70 bis 75 Stellplätze und 12 Mieteinheiten umfasst das Areal. Die Festunterkünfte - Appartements, Öko-Ferienhütten und Mietbungalows – sind mit 50 Betten ausgestattet. Vom anfänglichen Saisonenbetrieb hat hat sich das Alpencamp mittlerweile zum Ganzjahresbetrieb entwickelt.

Zur Sache:

Die Wellnessanlage, der "Wohfühlstadl" ist nach den selben baubiologischen Kriterien wie das, am Alpencamp befindliche Hüttendörfl errichtet worden: Allergiefrei, Mondphasenholz, edle Naturmaterialien und eine vom Eingang weg atemberaubende Holzarchitektur.

Saunalandschaft
Im ersten Stock befindet sichdie Sonnenterasse. Von dort gelangt man ins Saunadorf. Der erste Blick fällt gleich auf zwei Felsen-Erlebnissgrotten. Das „Gailtaler Stubenbadl“ ist eine, im Bauernstubenstil errichtete Bio-Kräuter-Sauna.
Direkt gegenüber ist die „Almlärchensauna“. Außen besticht diese Sauna durch das verwendete Altholz. Über hundert Jahre war dieses Holz vorher schon in einer Almhütte verbaut. Das Kristalldampfbad besticht durch seinen erdigen fast ein wenig griechischen Stil. Gleich nebenan ist das „Lesachtaler Schwitzkastl“. In der Mitte des Dorfplatzes lädt der Dorfbrunnen zum sitzen ein.
Im Feuerruheraum fällt der erste Blick auf einen gigantischen Kachelofen, der mit seiner handmodellierten Keramik fast wie ein brennendes Feuer wirkt.
Fitnessraum, Massagebereich und Solarium runden das Wellness-Angebot ab.

Autor:

Iris Zirknitzer aus Hermagor

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