Wohnen inmitten der Natur

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WATSCHIG. In der kleinen Ortschaft Watschig bei Hermagor herrscht derzeit reger Baubetrieb. Im Westen des rund 127 Seelen-Dörfchens entsteht gerade das Chalet-Dorf Warös. Es ist kurz vor der Fertigstellung. 22 Firmen – alle aus der Region – sind bei den Bautätigkeiten. Hinter dem Projekt steckt Ernst Dobringer, Chef des Unternehmens Idee Projekt Dobringer – IPD Planungsmanagement mit Firmensitz in Hermagor.
Mit dem „Waldferiendorf“, übrigens dem ersten dieser Art in ganz Kärnten, hat sich der Watschiger einen Traum erfüllt. Dobringer kann auf 20 Jahre Erfahrung bei der Planung von Projekten im Tourismusbereich zurückgreifen. Das Chalet-Dorf Warös ist sein ganz persönliches, eigenes Vorhaben. Dobringer ist zu 100 Prozent Finanzier und Bauherr des Feriendorfes. Die Gesamtkosten: zwei Millionen Euro.

Nach Flurnamen benannt

Die Liegenschaft, auf der die Anlage errichtet wird, befindet sich zum angrenzenden Wald und ist im Familienbesitz – ein entscheidendes Argument für Dobringer, diesen Standort zu wählen. Der Vulgarname des elterlichen Hofes – Warös – stand als Namensgeber Pate für das Feriendorf. Verteilt auf 9.000 m² Fläche findet man dort neun Häuser vor – acht davon sind Ferienchalets – die auf Selbstversorgerbasis gebucht werden können. Jedes trägt einen eigenen Flurnamen: So gibt es ein Chalet Oselitzen, Zattach, Grasine, Siwitz, Buchen, Auen, Bellone und Trebas. Jedes der Ferienhäuser hat eine Fläche von 95 m² – inklusive der Terrasse mit 20 m² und ist für fünf Personen ausgerichtet. „Die Chalets sind architektonisch alle gleich konzipiert“, so Dobringer.

Lounge mit Blick auf Biotop

Im neunten und größten Objekt ist eine großzügige Lounge, die für 50 Leute Platz bietet, untergebracht. Ein idealer Treffpunkt für die Gäste, wenn ihnen mal nach Gesellschaft ist. Ebenso befinden sich dort die Rezeption, sanitäre Anlagen sowie ein Depot für Skier und Räder. Von diesem hellen, lichtdurchfluteten Raum gelangt man über Schiebetüren aus Glas ins Freie. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick über die geschmackvolle Gartenanlage mit einem Biotop, das sich idyllisch in das Landschaftsbild einfügt.

Eigener Chef

„Als Bauherr konnte ich die gesamte Planung und Architektur ganz nach meinen Wünschen und Vorstellungen umsetzen“, berichtet der Unternehmer. Die Chalets strahlen einen besonders natürlichen, klaren, reinen und unverfälschten Charakter aus. Im Fundament der Außenfassade wurden sogar Steine aus dem Oselitzenbach integriert. „Jeder fremde Auftraggeber hätte mich angesichts dessen gefragt, ob ich spinne“, sagt Dobringer.

Harmonisches Design

Im Innen- sowie Außenbereich ergänzen sich die verschiedenen Holzarten – Eiche, Lärche und Fichte – harmonisch mit Elementen aus Altholz, die teilweise gut 250 Jahre am Buckel haben und von einem alten, abgetragenen Haus stammen. Die hohen Räume mit schlichtem, klarem Design ohne viel Schnick-Schnack, strahlen Ruhe und Behaglichkeit aus. In den Schlafzimmern dominiert Zirbenholz. Jedes Chalet verfügt über ein geräumiges Bad mit Sauna. Von der Terrasse aus blickt man ins Grüne und hat den Wald vor Augen. Gut möglich, dass man beim Frühstück Rehe sichtet, die im nur wenige Meter entfernten Wald äsen.
Bei der Umsetzung seiner Ideen hat Dobringer Unterstützung von der Familie erhalten. Gattin Lisa ist gelernte Grafikerin und hat ihr feines Gespür für Ästhetik und ihren Sinn für Kunst bei der Innenarchitektur einfließen lassen. Tochter Anika (25) ist als Berufsfotografin tätig ist und hat im Medienbereich Kenntnisse. Sie bringt sich in diesem Bereich ein.

Barrierefrei

Die gesamte Anlage (sämtliche Chalets, Zufahrt, Wegenetz) ist zudem völlig barrierefrei und frei von parkenden Pkws. „Es gibt die Möglichkeit mit dem Fahrzeug zum Be- und Entladen direkt zum Chalet zu fahren. Für die Dauer des Aufenthaltes dient der eigens errichtete Parkplatz“, sagt Dobringer.
Das Chalet-Dorf wird mittels Biomasseheizwerk mit einer Leistung von 125 KW energie-versorgt. In diesem Punkt ist man autonom: Die Hackschnitzel stammen aus dem eigenen Wald. Mitte Juli wird das „Waldferiendorf“ eröffnet. „Für Juli und August sind wir schon ausgebucht“, sagt Dobringer. Sogar Anfragen aus Israel und Südafrika trudeln ein. „Das Konzept scheint bei den Gästen anzukommen“, freut sich die Familie.
Website: www.chalet-waroes.at

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