10.01.2018, 08:00 Uhr

30 Jahre „Lei Her“ in Hermagor

Gardemädchen Elisabeth Bachmann, Charlotte Jank, Mira Bachmann, Eva Neumann, Antonia Schluder

Im Jubiläumsjahr feiert die Faschingsgilde Hermagor auch ihren Beitritt zum Bund österreichischer Faschingsgilden.

HERMAGOR (jost). Seit nunmehr 56 Jahren gibt es den Bund Österreichischer Faschingsgilden (BÖF). Im Sinne der Ethik-Charta zählen Fasching und Karneval zu den ältesten erhaltenen Traditionsgüter Österreichs bzw. ganz Europas und sind daher ein wesentlicher Teil unseres gemeinsamen Kulturerbes. Die Haupt-Zutaten für gelungene Faschings-Aktivitäten sind Maskerade und Rollentausch sowie Spottlust, verbunden mit närrischer Kritik gegen die Obrigkeit. Große Bedeutung haben in diesem Zusammenhang auch Tanz, Musik und die Überwindung gesellschaftlicher Distanzen.

Beitritt zum Faschingsdilden-Bund

All diese „Kriterien“ werden von der im Jahre 1988 gegründeten Faschingsgilde Hermagor von Anfang an entsprechend erfüllt und in diesem Sinn gelebt, daher war die nunmehrige Mitgliedschaft beim BÖF reine Formsache.
Präsident Christian Potocnik erinnert sich noch an das Jahr 2004, in dem Gründungspräsident Helfried Lasser seine Regentschaft nach 16 Jahren zurücklegte: „Er wollte, dass ich das jetzt übernehme und weitermache, aber ich war dazu nur bereit, wenn ich es in kollegialer Kooperation mit Franz Wiedenig und dem langjährigen Organisationstalent Gaby Mörtl umsetzen kann. So war das, und so funktioniert es bis heute recht gut.“

Kein Revival

Was aus den seinerzeitigen Gründungs-Ideen von Heli Lasser, Werner Rauscher und Gerhard Flaumitsch geworden ist, kann sich alle zwei Jahre auf der Hermagorer Faschingsbühne sehen und hören lassen! Potocnik: „Trotz des heurigen Jubiläums-Jahres wird es kein Revival geben, sondern lediglich ein paar alte Bilder aus vergangenen Faschingssitzungen werden im Foyer zu sehen sein. Aber unser Programm unter dem Motto "Heut' tanzen alle Narren..." ist mit vielen zündenden Pointen und Krachern wieder komplett neu, bunt und top-aktuell. Auch ein paar neue Gesichter werden zu sehen sein. Die Akteure werden sich bei ihren verbalen Streifzügen durch Hermagor und Umgebung wieder kein Blatt vor den Mund nehmen, sondern mit höchster Aktualität und mit Pointenreichtum schonungslos aufdecken und voll punkten. Dass dabei die mit scharfer Zunge vorgetragenen Sketches mitten in`s Herz vieler Promis und Ehrengäste treffen werden, liegt in der Natur der Sache.“

Treffsicherheit

Die Frage nach Highlights beantwortet der erfahrene Präsident so: „Als Regisseur habe ich die Aufgabe, darauf zu achten, dass die Nummern inhaltlich und in ihrer Präsentation perfekt drüberkommen. Da bin ich kritisch und anspruchsvoll, denn Faschings-Pointen müssen humorvoll verpackt sein, aber der Funken Wahrheit im Kern muss treffsicher sein Ziel erreichen.“

Musik und Tanz

Musikalische Akzente mit schmissigen Melodien und Show-Einlagen sind von der Volkstanzgruppe Hermagor, der Valeina-Showdance und vom Musik-Trio „Lei Her“ zu erwarten, und die elf Gardemädchen werden das närrische Programm mit ihren gekonnten Auftritten passend und humorvoll abrunden.
Darüberhinaus finden die Besucher das Hermagorer Faschingslied zum Mitsingen auf der Rückseite des Programmheftes, das auf jedem Tisch aufliegt: „In Hermagor is Fasching heut, Lei Her, Lei Her, Lei Her...“
Das etwa 60-köpfige Team der Faschingsgilde ist längst schon eifrig am Proben und freut sich bereits auf die Premiere der heurigen Faschingssitzungen in Hermagor am Donnerstag 25.Jänner.
Weitere Sitzungen finden am 26. und 27. Jänner, sowie am 01., 02. und 03. Februar, jeweils um 20 Uhr, statt.

Fotos: Hans Jost
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