07.10.2014, 15:25 Uhr

Ein Koloss aus dem Kalten Krieg

Der Betreiber vom Bunkermuseum, Andreas Scherer, enthüllte die neueste Eroberung: einen DDR-Schützenpanzer (Foto: Bunkermuseum Wurzenpass)
WURZENPASS. Staunen und Applaus hat am Wurzenpass eine Enthüllung der besonderen Art ausgelöst. Als Höhepunkt zum „Tag des Denkmals 2014“ tauchte unter einem Tarnnetz versteckt ein DDR-Schützenpanzer auf. Als neue Attraktion ergänzt er die einmalige Sammlung im österreichweit einzigen Bunkermuseum am Wurzenpass. Heuer ist der BRDM-2/SPW-40P2 noch bis zum 26. Oktober zu bestaunen.

Relikt aus dem Kalten Krieg
Der neue Radschützenpanzer stammt aus dem „Kalten Krieg“. Aus sowjetischer Produktion steht der BRDM-2 seit 1966 in verschiedenen Versionen noch immer in rund 50 Staaten im Dienst. Er ist schwimmfähig und fährt rund 100 km/h. Das Museumsstück war in der DDR als Schützenpanzerwagen 40/P2 mit einem sechsfach-Starter für Lenkflugkörper AT-3 SAGGER zur Panzerabwehr im Einsatz. Seine Raketen sind nun aus Holz und das Fahrzeug ist nach deutschem Recht demilitarisiert. Zur Verfügung gestellt hat ihn die Panzerfunfahrschule Heyse in Steinhöfel nahe Berlin.

Tag des Denkmals
Anlass und Rahmen war der österreichweite „Tag des Denkmals 2014“ unter dem heurigen Jahresmotto „Illusion“. Für Kärnten hat das Bundesdenkmalamt 15 spezielle Ziele ausgewählt. Das Bunkermuseum hat sich daran mit einem ganztägigen, umfangreichen Sonderprogramm unter dem Spezial-Motto „Tarnen und Täuschen“ aktiv beteiligt. Museumseigentümer Andreas Scherer freut sich doppelt: „Zu Jahresbeginn war noch nicht klar, ob alle Schauobjekte am Wurzenpass bleiben können – nun haben wir sogar Zuwachs!“.
Tatsächlich sah sich Scherer die letzten Jahre einer regelrechten Kampagne aus dem Verteidigungsministerium ausgesetzt. Scherer war zuletzt Leiter der Kommunikation im BMLVS (Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport) und kam als enger Entacher-Mitarbeiter zwischen die Fronten von Militär und Politik.
Eine Klage der Republik gegen ihn läuft noch immer.
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