20.10.2016, 10:00 Uhr

Feuerwehren aus drei Ländern treffen sich zur Übung

Feuerwehren aus den Gemeinden Arnoldstein, Tarvis und Kranjska Gora trafen sich zur traditionellen Dreigemeindeübung (Foto: KK)

„Senza Confini, Freundschaft ohne Grenzen“ - unter diesem Motto war die Feuerwehr Arnoldstein heuer zum zwanzigsten Mal Veranstalter der traditionellen Dreigemeindeübung der Feuerwehren aus den Gemeinden Arnoldstein, Tarvis und Kranjska Gora.

ARNOLDSTEIN. „Senza Confini, Freundschaft ohne Grenzen“ - unter diesem Motto war die Feuerwehr Arnoldstein heuer zum zwanzigsten Mal Veranstalter der traditionellen Dreigemeindeübung der Feuerwehren aus den Gemeinden Arnoldstein, Tarvis und Kranjska Gora.


Übungs-Szenario

Am 8. Oktober 2016 galt es, Schäden und Gefahren nach einem Erdbeben mit der Stärke 6,5 laut Richter im Raum Arnoldstein abzuarbeiten. Eingestürzte Wohnhäuser mit großen Schuttkegeln und darunterliegenden Personenkraftfahrzeugen und einem daraus resultierenden Waldbrand waren die Folge dieser angenommenen Naturkatastrophe. An die 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der Polizei sowie Behördenvertreter und die zuständigen Bürgermeister waren am Übungsgelände im Einsatz und gaben beim Abarbeiten der gestellten Aufgaben ihr Bestes.


Waldbrand

Im Erdbebengebiet galt es, Personen aus verschütteten Fahrzeugen zu bergen und anschließend an die Sanitätseinheiten zu übergeben. Die eingeteilten Kräfte aus den drei Ländern arbeiteten gemeinsam das Szenario ab. Den Waldbrand, welcher auf Grund von offenem Feuer durch austretendes Gas bei einem Wohnhaus entstand, bekämpften Einheiten aus den drei Ländern gemeinsam mit dem Waldbrandzug aus Spittal an der Drau. Hierbei wurde das Löschwasser aus einem offenen Gewässer durch eine 750 Meter lange Zubringerleitung sowie aus dem Hydrantensystem der Marktgemeinde Arnoldstein zu den Brandstellen gebracht. Die Bekämpfung erfolgte mittels Tanklöschfahrzeuge und auch sogenannte Rückenspritzen konnten für die Glutnestbeseitigung eingesetzt werden.
Es war ein kameradschaftliches, gemeinsames Arbeiten aller Anwesenden wobei sich auch Bürgermeister Erich Kessler und Vizebürgermeister Reinhard Antolitsch aus Arnoldstein, Bürgermeister Janes Hrovat aus Kranjska Gora und der Vizebürgermeister Renzo Zanetti aus Tarvis davon überzeugen konnten.

Ehrwürdige Gäste

Der anwesende Bezirkskommandant Stellvertreter Kurt Petschar, Joachim Kerschbaumer als Vertreter der Bezirkshauptmannschaft und Dietmar Tschudnig als Vertreter des Bundesministeriums für Inneres stärkten durch ihr Dabeisein bei dieser Übung die Arbeit Aller.
Auch die beiden Gründungsmitglieder dieser zwanzig jährigen Veranstaltung, die Kameraden Miro Kosmac aus Kranjska Gora und Mario Della Mea von der Berufsfeuerwehr in Tarvis, welcher mittlerweile schon seine Pension genießt, waren dabei. Der Empfang beider Kameraden erfolgte mit einem kräftigen Applaus.

Stärkung für Einsatzkräfte

Die Verpflegung nach getaner Arbeit erfolgte durch den allseits bekannten „Gulaschkanonen“ – Siegi und Gernot Michenthaler vom SV Arnoldstein sorgte für die Getränke, wobei sich die Organisatoren recht herzlich beim Sportverein für die Zurverfügungstellung der gesamten Sportanlage und die Gebäudesituation bedanken möchte. Die Kosten für die gesamte Verpflegung übernahm der neue Katastrophenbeauftragte vom Land Kärnten, Markus Hudobnik.
Als Einsatzleiter fungierten der Abschnittsfeuerwehrkommandant Michael Miggitsch, die Kommandanten Mario Aichholzer, Hermann Preschan, Wolfgang Standner und Johann Wedam.

Nach erfolgreich durchgeführter Übungsbewältigung, ergreifenden Grußworten der Anwesenden, einwandfreier Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränk und kameradschaftlichem Wiedersehen sowie freundschaftlichen Gesprächen freuen sich alle wieder auf eine gemeinsame Übung im nächsten Jahr in Italien.

Zur Sache


Teilnehmende Einsatzkräfte:
13 Feuerwehren der Marktgemeinde Arnoldstein, Feuerwehr Spittal an der Drau, Feuerwehren aus Italien und Slowenien mit 24 Fahrzeugen und 102 Mann,
Rotes Kreuz mit 4 Fahrzeugen und 16 Mann,
Polizeiinspektion Arnoldstein mit einem Fahrzeug und 2 Mann,
Abschnitts- und Bezirkskommando sowie Führung der italienischen Feuerwehreinheiten mit zwei Fahrzeugen und 4 Mann
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