16.01.2018, 18:00 Uhr

Gailtaler helfen den Kindern in Nepal

Hilfe in Nepal: Werner Schoitsch und seine Frau Anni wollen den Kindern in Nepal zu Bildung verhelfen (Foto: KK/privat)

Werner und Anni Schoitsch wollen ein Kinderheim bauen und Patenschaften arrangieren.

LATSCHACH (aju). Vor einigen Jahren reisten Werner Schoitsch und seine Frau zum ersten Mal nach Nepal. Dort freundeten sie sich mit den Scherpern an und machten es sich zur Aufgabe, den Bewohnern Unterstützung zukommen zu lassen. Deshalb gründeten sie das Carinthia Children's Home.


Zu wenig Platz

In der Everestregion auf 3.800 Metern Höhe läuft das Leben anders ab, als wir es gewohnt sind. "Es gibt keine Straßen, was hinauf gebracht werden soll, muss getragen werden", sagt Schoitsch. Auch mit der schulischen Infrastruktur sieht es schlecht aus. So gibt es nur eine Schule, die einer Art Highschool entspricht. Um diese zu erreichen müssen viele Kinder tagelang zu Fuß gehen. Ein Heim zur Übernachtung ist zwar da, kostet aber verhältnismäßig viel und bietet wenig Plätze.


Bildung ist Priorität

"Nun sind wir auf der Suche nach Leuten, die uns unterstützen und eine Patenschaft für ein Kind übernehmen", sagt Schoitsch. Denn ohne die Hilfe von auswärts kommt es nicht selten vor, dass Kinder keinen Gebrauch vom Bildungsangebot machen können. "Der einzige Weg aber um in dieser Region etwas zu verbessern ist den Kindern Bildung zukommen zu lassen", erklärt Schoitsch. Eine Patenschaft für ein Kind kostet dabei 110 Euro pro Monat, elf Mal im Jahr. "Ich versuche deshalb auch mit regelmäßigen Vorträgen Geld für diese Kinder zu sammeln", sagt Schoitsch.

Neues Heim

Mittlerweile hat er es mit seinen Unterstützern geschafft, acht Kinder dauerhaft zu unterstützen. Im Moment ist das größte Projekt allerdings der Bau eines weiteren Kinderheimes, dem Carinthia Children's Home. Dieses soll Platz für 32 Kinder bieten und im April fertig gestellt werden. Auch dabei will der Gailtaler Unterstützung leisten. "Wir wollen einfach den Menschen, die uns so viel Herzlichkeit und Freundlichkeit entgegengebracht haben, etwas zurückgeben", sagt Schoitsch.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.