21.11.2017, 13:27 Uhr

Junges Quartett bewahrt Liedgut aus der Region

Das Quartett OisterniX: David Zwitter, Sophia Zwitter, Carmen Andritsch und Sandro Wanker (v.l.) (Foto: KK/Privat OisterniX)

Vor zwei Jahren hat sich das Untergailtaler Quartett Oisternix gegründet.

GAILTAL. Die WOCHE hat den "Frontmann" des Quartetts, David Zwitter, zum Gespräch gebeten.
WOCHE: 2015 habt ihr euch zusammengefunden. Wie kam es dazu?
DAVID ZWITTER: Wir sind aus dem Jugendchor der Singgemeinschaft Oisternig, dem Young Oisternig, entstanden. Als der ganze Chor keine Zeit für einen Auftritt hatte, musste schnell eine Kleingruppe zusammengestellt werden. Es ist eigentlich ein kompletter Zufall, dass wir in dieser Konstellation singen.

Was muss man bei einem Quartett beachten, dass die Stimmen auch harmonieren?
Wir haben das Glück, dass unsere Stimmen von Natur aus harmonisch zusammenklingen. Das ist nicht bei allen Stimmen so. Darüber hinaus muss man natürlich beim Quartettsingen viel besser auf Intonation, Agogik und Aussprache achten als man es aus einem Chor gewohnt ist.

Was bedeutet es für euch, Musik zu machen?
Wir sind alle schon seit Kindesbeinen an mit Musik aufgewachsen. Das Musizieren hat viele Facetten: Es bewahrt die Freundschaft, verbindet und dieses gemeinsame Hobby eröffnet uns neue Bekanntschaften, wir erkunden neue Plätze und es trägt zum Glücklichsein bei.

Welche Auftritte sind am spannendsten?
Ein besonderes Highlight sind immer wieder Auftritte bei Konzerten von anderen Chören oder Kleingruppen, wie zum Beispiel bei denen der Singgemeinschaft Oisternig oder jetzt im November beim MGV Petzen. Auch auf Hochzeiten und Taufen freuen wir uns immer besonders. Wenn es dann einmal in andere Bundesländer, wie zuletzt nach Niederösterreich oder im Dezember in die Steiermark geht, ist es für uns immer wieder eine gern angenommene Herausforderung, neues Publikum für uns zu begeistern.

Was ist das Prickelnde bei Live-Auftritten?
Das Beste an Live-Auftritten ist der direkte Kontakt und das direkte Feedback des Publikums. Genau das macht den Reiz am A-Cappella-Singen aus: Auch wenn nicht alles perfekt klingt, kann man dennoch auf das Publikum reagieren und im besten Falle ein inneres Glücksgefühl beim Zuhörer auslösen. Der Applaus nach einem Auftritt ist noch immer das schönste Gefühl, da spielen Gage und Bekanntheit eine nur sehr untergeordnete Rolle.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Vielfältig, dem Traditionellen verbunden und dennoch weltoffen.

Warum ist es gerade diese Art von Musik, die euch fasziniert?
Wir sind der Meinung, dass das Kärntnerlied – und vor allem auch das slowenische Liedgut aus unserer Region – bewahrt werden muss. Wir als junge Musiker haben dabei auch einen anderen Zugang als z. B. ein erfahrener Sänger und dadurch auch eine andere Interpretation.

Bleibt ihr eurem musikalischen Stil treu?
Ja, jedoch sind wir durchaus offen für neue Genres und vor allem auch für moderne Musikliteratur, sei es kärntnerisch oder weltlich. Auf alle Fälle wird das Kärntnerlied immer einen Platz in unserem Programm finden.

Wo hattet ihr bereits Auftritte?
Ein besonderes Highlight sind immer wieder Auftritte bei Konzerten von anderen Chören oder Kleingruppen, wie zum Beispiel bei denen der Singgemeinschaft Oisternig oder jetzt im November beim MGV Petzen. Auch auf Hochzeiten und Taufen freuen wir uns immer besonders. Wenn es dann einmal in andere Bundesländer, wie zuletzt nach Niederösterreich oder im Dezember in die Steiermark geht, ist es für uns immer wieder eine gern angenommene Herausforderung, neues Publikum für uns zu begeistern.

Auch im Fernsehen seid ihr schon zu sehen gewesen
Ja. Wir durften bereits am Heiligen Abend die evangelische Christvesper umrahmen, die dann zur „Prime Time“ im ORF ausgestrahlt wurde. Und erst in diesem Sommer waren wir Teil der Produktion „Heimatleuchten auf der Egger Alm im Gailtal“ von ServusTV.

Ihr seid auch privat gut befreundet. Was macht das Quartett OisterniX abseits der Musik gemeinsam?
Ja, das stimmt, es hat sich über die letzten Jahre hinweg eine enge Freundschaft zwischen uns allen gebildet. So treffen wir uns nicht nur zum Singen oder Proben, sondern auch in unserer Freizeit, sei es zum gemütlichen Beisammensein oder auch zum Feiern.

Was sind eure Projekte und Visionen für die Zukunft?
Jetzt steht erst einmal die Adventzeit mit einigen Konzerten an. Danach ist unser Ziel, dass wir unser Quartett weiterführen, obwohl es uns alle in verschiedene Richtungen zieht. Mal darf also gespannt sein, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Das Interview führte Iris Zirknitzer

Zur Sache
Das Quartett OisterniX setzt sich auf folgenden Mitgliedern zusammen:
Sophia Zwitter (Sopran)
David Zwitter (Tenor)
Carmen Andritsch (Alt)
Sandro Wanker (Bass)

•Die Anfänge des Quartetts gehen auf das Jahr 2015 zurück. Damals noch als Mitglieder des Jugendchores 'Young Oisternig', fanden sich die vier zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammen, um bei einem Geburtstag ein Ständchen zu singen.
So kam es, dass aus diesem Gelegenheitssingen das Quartett OisterniX entstand.

•Nach mehreren Geburtstagsständchen folgten die ersten Auftritte im Rahmen von Konzerten der 'Singgemeinschaft Oisternig'.



 
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