15.09.2016, 20:00 Uhr

Kosmetik aus Mutter Naturs Schatzkiste

"Mit wenig Aufwand kann jeder selbst Kosmetik aus Lebensmitteln und Kräutern herstellen", so Gertrude Wastian

Gertrude Wastian stellt "Grüne Kosmetik" aus Kräutern und Lebensmitteln her.

WEISSBRIACH. Bereits unsere Großmütter und Urgroßmütter wussten, dass die Natur eine Schatzkiste ist, aus dessen Fülle man Schönheitspflegemittel gewinnen kann. Gertrude Wastian aus Weißbriach ist ausgebildete Landwirtschaftslehrerin und Seminarbäuerin. Seit 2014 beschäftigt sie sich auch mit „Grüner Kosmetik“ und stellt Produkte für die Schönheit aus Natur und Küche her. Ein leer stehendes Zimmer im Haus dient als „Sammelstelle“. In diesem hortet sie die kostbaren Zutaten. In einem alten Schrank stehen in Gläser abgefüllt, getrocknete Blüten, Kräuter, angesetzte Öle, Salze usw.


Am Bauernhof aufgewachsen

Begonnen hat alles im Mai 2014 mit einem Kräuterseminar in Irschen. Getrudes Liebe zur Natur, zu den Tieren und Pflanzen hat ihren Ursprung in der Familie. Die Pädagogin wuchs auf dem elterlichen Bauernhof beim Knaller am Weißensee auf. „Das hat mich wohl geprägt – obwohl ich als junges Mädchen immer gesagt habe: Bäuerin und Lehrerin werde ich nie“, schmunzelt sie. Doch dieser Weg schien vorgezeichnet zu sein. Wastian besuchte die HBLA Pitzelstätten in Klagenfurt. Nach der Matura war sie ein Jahr in New York, unterrichtete dann etliche Jahre an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Drauhofen.


Ins Gitschtal geheiratet

Dann lernte sie den Weißbriacher Georg Wastian kennen und lieben, der nebenbei eine Landwirtschaft betreibt. Sie heiratete und zog ins Gitschtal. Nach der Karenzzeit war Wastian zehn Jahre lang als Ernährungstherapeutin im Kurhotel Weißbriach tätig. Als die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, entschied sich die „zugraste“ Gitschtalerin, ein eigenes Standbein aufzubauen. Über die Kärntner Seminarbäuerinnen besuchte sie Kurse für Kochen und gesunde Ernährung und wurde so auch auf Kosmetik aus der Natur aufmerksam. „Essen, gesunde Ernährung und Kosmetik gehen Hand in Hand“, sagt die Kräuterpädagogin. „Alles, was man für die Herstellung der Kosmetik braucht, hat man ohnehin meistens zu Hause in der Küche und im Garten“, so Gertrude.
Die „Kräuterfee“ stellt Zahnpasta, Reinigungsmilch, Feuchtigkeitsbalsam für die Haut, Shampoo, Körpermilch mit Peelingeffekt, Lippenpflege, Deostifte, Waschgel usw. her.
Als Zutaten dienen unter anderem hochwertige kaltgepresste Öle, Milchprodukte wie Sauerrahm oder Topfen, Zitrone, Heilerde, diverse Kräuter, Natron, Rosskastanie, Efeu, Tee, Honig und Bienenwachs sowie Mandel- oder Reismilch, wer auf vegane Kosmetik schwört.

Schnell und günstig

In wenigen Minuten und mit ein paar Handgriffen hat man sein Kosmetikprodukt in der Hand. Wastian: „Ein Shampoo, ein Reinigungsbalsam oder eine Gesichtsmaske sind neben dem Kochen schnell gemacht“. Die Vorteile: Die Kosmetik kommt ganz ohne Emulgatoren und Konservierungsmittel aus und ist frei von Mineralöl – wodurch sie sich besonders für Babys und Kleinkinder als auch für Akne-geplagte Haut der Teenager eignet. „Kosmetik wirkt von außen nach innen. Reine Produkte aus der Natur tun unserem Körper, unserer Haut einfach gut“, weiß Wastian um die Wirkung der Pflegeprodukte Bescheid.

Kurse

Heute gibt die Seminarbäuerin, Kräuterpädagogin und FNL-Kräuterexpertin ihr Wissen rund um die „Grüne Kosmetik“ in Kursen weiter. Unter anderem organisiert sie Kräuterwanderungen am Weißensee.


Zur Sache

Gertrude Wastian ist am 15. Dezember 1961 geboren und wohnt in Weißbriach. Sie ist verheiratet mit Georg und hat zwei erwachsene Kinder.

Beruf/Ausbildung:
Pädagogische Ausbildung, Ingenieur, Fastenleiterausbildung, NW Instructor: Wastian hat eine zweijährige Kräuterpädagogikausbildung absolviert und seit zwei Wochen das Diplom dazu in der Hand.
Als Seminarbäuerin hat sie folgende Arbeitsbereiche über: Kursleiterin, Schuleinsatzleiterin, Vorträge über und rund um die Ernährung, z.B. Basenfasten, Fette, Darm, Diät, etc., Kompostieren im Hausgarten.

Rezept

Gänseblümchenbalsam:
Zutaten: 5 Gramm Bienenwachs, 5 Gramm Bio Olivenöl, 15 Gramm Malvenauszug.

Zubereitung:
Gänseblümchen über Nacht in Olivenöl ansetzen. Malvenblüten und Blätter in kaltem Wasser drei Stunden ansetzen. Bienenwachs erwärmen. Gänseblümchenöl leicht erwärmen und mit dem Bienenwachs vermischen. Den Malvenextrakt einrühren, vermischen, auskühlen lassen und in kleine Glastiegel einfüllen.
Der Balsam eignet sich ideal als Pflege für das Gesicht und die Hände.
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