24.08.2017, 11:20 Uhr

Leserbrief: Die vergessene Touristenattraktion in Hermagor: Stocksteinerwand-Pfad und Mühlbach

Im Schatten der Stocksteinerwand schlängelt sich ein schmaler Pfad vom Osten nach Westen. Er führt entlang des ehemals sprudelnden Mühlbaches, der seit Längerem zu einem lächerlichen Rinnsal geschrumpft ist. Parallel dazu fließt die Gössering mit klarem Wasser vom Gitschtal kommend durch einen Teil von Hermagor.

Leider wird dieses kurze romantische Wegstück zu wenig genutzt, da viele keine Kenntnis davon haben.
Keine Hinweistafel weist die Fußgänger darauf hin, dass man auf diesem Weg von der unteren Stadt in die obere Stadt gelangt und schließlich den Schützenpark erreicht. Auch dieser Stadtteil, der zwischen Gössering und Mühlbach liegt, wird zu wenig von den Hermagorer Bürgern angenommen. Touristen genießen die Schatten spendenden Kastanien- und Ahornbäume und das kleine Wässerchen des Mühlbaches, der vor Jahren ein rauschender Bach war. Sie erquicken sich an der Kühle des Wassers, das von den Park umschließenden Bächen kommt.

Es wird weltweit von den kostbaren Ressourcen gesprochen und geschrieben, die unser Land besitzt, man vergisst aber, diese Quellen zu nutzen. Hermagor versäumt es, Wasser und Landschaft zu würdigen. Was nützen zugepflasterte Plätze, die von wenigen angenommen werden? Wozu muss man kilometerweite Strecken auf sich nehmen, um zu einem Ort der Erholung zu kommen, wenn das Erholungsgebiet im Stadtgebiet und in unmittelbarer Nähe liegt? Die verantwortlichen Gremien wären gut beraten, nachzudenken, wie Verbesserungen erfolgen könnten.

Als Bürgerin meiner Heimatstadt wäre es ein Schritt in die Richtung, dass Heimatgut wertvoller ist als momentaner Gewinn. In diesem Sinn möchte ich der Hermagorer Gemeindevertretung diesen Denkanstoß geben.

Helene Pilz, Schützenparkgasse 3, 9620 Hermagor
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