19.05.2017, 09:53 Uhr

LKH Laas klärt über „Diabetes und Sport“ auf

EOA Christian Potocnik, Othmar Moser von der Swansea University in England, Werner Auer ( Firma Medtronic) und Diabetes-DGKP Karin Schmid (von links) (Foto: KABEG)
LAAS. Am 7. Mai fand im LKH Laas das jährliche Insulinpumpentreffen statt. Der Andrang war enorm, das Interesse an den Fachinformationen zum Thema „Sport als unterstützende Therapie bei Diabetes mellitus“ groß. Othmar Moser von der

Swansea University in London referierte.

Bewegungsmangel

Übergewicht, Hypertonie, Fettstoffwechselstörung, höheres Risiko kardio-vaskulärer Erkrankungen und eine erhöhte Depressionsrate - so lautet der Gesundheitsstatus bei vielen Menschen, die an Diabetes Mellitus erkrankt sind. Einer der Gründe dieser Veränderungen ist der chronische Bewegungsmangel. Sind es doch nur 500 Meter, welche der Österreicher im Schnitt pro Tag macht. Das entspricht dem mehrmaligen Weg vom Kühlschrank zur Couch, vom Fernseher ins Badezimmer und von dort geradewegs ins Bett.
Moser von der Swansea University in London führte den zahlreichen Zuhörern vor Augen, welche Folgen ein derartiger inaktiver Lebensstil hat. „Die Besucher waren sichtlich beeindruckt von den Ausführungen“, resümiert der Medizinische Direktor des LKH Laas, Primarius Johannes Hörmann. Doch bevor man mit einem regelmäßigen Training beginnt, wird Diabetikern mit den oben genannten Krankheitsbildern, eine sportmedizinische Untersuchung empfohlen.

Empfehlungen des Experten

Allgemein gibt es für alle Insulinpumpenpatienten folgende Empfehlung des Fachexperten Othmar Moser:
150 min/Woche, moderate bis intensive körperliche Aktivität, verteilt auf mindestens 3 Tage, maximal 2 aufeinanderfolgende Tage ohne Sport oder 75 min/Woche körperliche Aktivität mit hoher Intensität (ADA 2016)

Zusätzlich zum Vortrag wurden die Besucher außerdem über technische Neuerungen bei Insulinpumpen informiert. Durch das Programm führte der Erste Oberarzt des LKH Laas, der Diabetologe Christian Potocnik. Außerdem stand auch Diabetesberaterin Karin Schmid, die die Veranstaltung organisierte, für Fragen zur Verfügung.
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