06.10.2017, 17:20 Uhr

MIT VIDEO: Gelbes Gold aus dem Gailtal

Fleißig wie eine Biene: Tochter Daniela Segner mit einem Leitprodukt aus dem Hause, dem Gailtaler Waldhonig (Foto: KK/ Segner)

Der Familienbetrieb Imkerei Segner produziert den hochwertigen Gailtaler Honig.
Von Iris Zirknitzer

HERMAGOR. Waldhonig mit Naturwaben, Waldhonig mit Propolis-Extrakt, Waldhonig mit gerösteten Nüssen, Wildblüten-Honig, Edelkastanien-Honig, Wiesenblumen-Creme-Honig und nicht zuletzt der Gailtaler Waldhonig zählen zu den Aushängeschildern der Produktplalette der Imkerei Segner in Hermagor.
Darüber hinaus stellt man im Betrieb auch Met (Honigwein), den „Bärenfang“-Honigschnaps, Honigweinessig und Honigweinbrand her. Honigseifen und Bienenwachskerzen komplettieren das Sortiment.

Mit vier Stöcken gestartet

Mit vier Bienenstöcken starteten Hubert und Helga Segner die Imkerei – vorerst noch nebenerwerblich. Die Liebe zur Arbeit und zu den Bienen wurde immer mehr zum Lebensinhalt. Bald wurde den Segners klar, dass das Handwerk der Imkerei zum Lebensinhalt und zum Haupterwerb werden soll. 1993 eröffneten sie den Betrieb und 1998 Segners G‘schäft. Der Betrieb florierte. Bei Tochter Daniela wurde indessen der Wunsch, das Handwerk der Eltern zu erlernen, immer größer. 1994, mit 24 Jahren, hatte sie die Meisterprüfung in der Tasche. Sie ist damit nicht nur die jüngste, sondern auch einzige Imkermeisterin zu der Zeit im Raum Oberkärnten. Zur Seite steht ihr Gatte Anton Kronabetter-Segner. Das Unternehmen „Segner“ ist ein Familienbetrieb, wo alle Generationen mit anpacken.

Qualität ist oberstes Gebot

Rund 700 Völker bewirtschaften und betreuen die Segners. „Unsere Bienenstöcke befinden sich auf 700 bis 1.000 Meter Seehöhe, an Waldrändern, auf Almen und Naturwiesen.“ Die Bienenstöcke werden auch videoüberwacht. „Damit können wir schnell reagieren, wenn sich ein Bär an ihnen zu schaffen macht, oder wenn Bäume durch Wind und Schneelast umstürzen und auf sie fallen“, informiert Daniela.
Die Segners legen großes Augenmerk darauf, dass – von der Ernte über die Produktion und Schleuderung bis zum Wachslager – all ihre Erzeugnisse nach biologischem Verfahren hergestellt werden und dadurch reine Naturprodukte von höchster Qualität sind. „Wir verzichten völlig auf chemische Mittel, und entnehmen unseren Produkten auch keine wertvollen Inhaltsstoffe“, sagt Daniela. Ständige Qualitätskontrollen (Eigenkontrolle, Lebensmittelkontrolle) gehören zum Arbeitsalltag und garantieren beste Qualität.
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Aber die Verbundenheit mit der Natur und ihren Kreisläufen, die Liebe zu den Bienen, der Einklang von Mensch, Tier und Natur entschädigt dafür. Der Beruf des Imkers hat mittlerweile sehr an Bedeutung gewonnen. „Dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen dürfen und können, macht uns stolz“, sagt Helga Segner.

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