20.12.2017, 14:53 Uhr

Modine: Sozialplan ist erfolgreich abgeschlossen

Die Forderungen nach einem Sozialplan dürften jetzt in Erfüllung gehen (Foto: Jost)

Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) verkündet Arbeitsstiftung für die Betroffenen der Schließung des Modine-Werkes in Kötschach-Mauthen.

KÖTSCHACH-MAUTHEN. Die rund 150 Modine-Beschäftigten können nun erstmals aufatmen. Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) verkündete heute den erfolgreichen Abschluss eines Sozialplans. „Dieser beinhaltet eine freiwillige Abfertigung und ein Punktesystem, welches soziale Belange berücksichtigt.

Auch Arbeitsstiftung wird beschlossen

Auch eine Arbeitsstiftung, an deren Finanzierung sich Konzern, Land und Arbeitsmarktservice beteiligen, wurde im Rahmen des Sozialplans beschlossen", erklärte Betriebsrat Michael Gassmayer und fuhr fort: "In Anbetracht der Differenzen im Vorfeld, freut uns diese Einigung ganz besonders. Wir werden morgen, Donnerstag, um 10 Uhr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung über das Ergebnis informieren.“
„Gemeinsam haben wir alles daran gesetzt, in dieser schwierigen Situation für die Kolleginnen und Kollegen eine Entschädigung auszuhandeln, die soziale Härte der Konzernleitung abzufedern und das Bestmögliche zu erreichen. Dies ist uns nun auch gelungen“, kommentierte Gernot Kleißner von der PRO-GE den erfolgreichen Abschluss.

Auch ÖGB-Landesvorsitzender Hermann Lipitsch ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden: „Die Unterstützung der Gewerkschaft und die Solidarität mit den Beschäftigten aus ganz Kärnten zeigten Wirkung. Nur so konnte die Konzernleitung an den Verhandlungstisch zurückgeholt und eine sozial verträgliche Lösung im Sinne der Betroffenen ausverhandelt werden.“ Partnerschaftliche Gespräche seien wünschenswerter und konstruktiver als wilde Proteste, betonte der Gewerkschaftschef: „Wir werden uns aber auch in Zukunft nicht davor scheuen, laut und unangenehm zu sein, wenn es für die Umsetzung der Interessen der Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erforderlich ist.“

Erleichterung auch bei der Landespolitik

Erleichtert über die guten Nachrichten aus Kötschach-Mauthen zeigten sich auch Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig. Dort ist es in den Verhandlungen um einen Sozialplan für die rund 150 Betroffenen der Schließung des Modine-Werkes doch noch zu einem positiven Ergebnis gekommen. Der heute fixierte Sozialplan beinhalte eine freiwillige Abfertigung und ein Punktesystem. Auch eine Arbeitsstiftung, an deren Finanzierung sich Konzern, Land und Arbeitsmarktservice beteiligen, wurde im Rahmen des Sozialplans beschlossen.

„Damit ist es gelungen, die schlechten Nachrichten für die gekündigten Mitarbeiter kurz vor Weihnachten doch noch etwas abzufedern“, so Kaiser und Schaunig, die auch auf die geleistete Überzeugungsarbeit in einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten der in Wisconsin (USA) residierenden Konzernleitung, Brian Agen, hinwiesen. Dank gebühre vor allem der Gewerkschaft, dem Betriebsrat, den Verantwortlichen im Gemeinderat sowie dem gesamten Regierungskollegium, die mit ihrem Einsatz doch noch einen positiven Abschluss der Verhandlungen erzielen konnten. Man werde jetzt weiter alles daran setzen, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Hilfestellungen anzubieten und neue Perspektiven zu schaffen.
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