17.08.2016, 18:30 Uhr

Neophyten: "Das große Jäten"

Kampf den Neophyten: Bürgermeister Christian Hecher, Asylwerber und die Praktikanten vom Naturpark Dobratsch (Foto: KK)
BAD BLEIBERG (iz). Die Marktgemeinde Bad Bleiberg und der Naturpark Dobratsch setzten gemeinsam ein Zeichen für die Artenvielfalt und die Bekämpfung von invasiven Neophyten im Gemeindegebiet.

Invasive Neophyten gejätet

Gemeinsam mit dem Naturpark Dobratsch wurde in Kooperation mit der Marktgemeinde Bad Bleiberg das Projekt „Das große Jäten“ weitergeführt. Dieses Projekt soll dazu dienen, die natürliche Ausbreitung invasiver Neophyten, im Speziellen die des Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica) und des drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) in der Marktgemeinde Bad Bleiberg einzudämmen.
Die praktische Durchführung dieses Projektes wird mit Naturpark Praktikanten sowie mit geschulten Naturpark-Rangerinnen durchgeführt. „Wir freuen uns, dass wir in unserem Gemeindegebiet diese wichtige Naturschutzarbeit voranbringen. Sicherlich ist das Jäten von Neophyten auch für viele Gartenbesitzer von Interesse“, so Bürgermeister Christian Hecher.

Asylwerber helfen mit

„Die Naturschutzarbeit im Naturpark Dobratsch wird durch die Bereitstellung von Asylsuchenden der Marktgemeinde Bad Bleiberg unterstützt. Die Asylsuchenden sind dabei stundenweise im Einsatz und jäten Bereiche, die für die Gemeinde von Bedeutung sind. Wir wollen damit einen weiteren Schritt in der Integration unserer Asylsuchenden vornehmen und sie aktiv in den Naturschutz unserer Gemeinde einbinden“, informiert Bürgermeister Christian Hecher.
Seit drei Jahren werden Maßnahmen zur Eindämmung invasiver Neophyten ergriffen um die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft des Naturparks zu erhalten.
Gerade entlang von Gewässern breiten sich diese Pflanzen besonders stark aus, daher wird in Bad Bleiberg auch entlang des Weißenbachgrabens ein erster Schwerpunkt gesetzt.


Jeder Quadratmeter zählt

„Wir bezeichnen uns gerne als Gesundheitshochtal im Naturpark Dobratsch. Damit war es für uns als Gemeinde selbstverständlich die Aktion des Naturschutzbundes "Jeder m² zählt" zu unterstützen. Denn nur in einer gesunden Umgebung kann Gesundheitstourismus glaubhaft stattfinden“, so Bürgermeister Christian Hecher weiter (siehe Infobox "Zur Sache").
Bei der vom Naturschutzbund Österreich initiierten Aktion kann jeder mitmachen. Ziel ist es mehr Natur in der Kulturlandschaft zu schaffen. Das hilft den Bienen, den Schmetterlingen, aber auch dem Menschen.
In den nächsten Monaten werden sowohl die Aktion „das große Jäten – Maßnahmen gegen Neophyten“ als auch „jeder m² zählt“ vom Naturpark weiter fortgesetzt. Dazu wird mit den Naturpark Schulen und den Wirtschafthöfen der anderen Naturpark Gemeinden zusammengearbeitet.

Zur Sache

Bei der vom Naturschutzbund Österreich initiierten Aktion "Jeder m² zählt" kann jeder mitmachen. Ziel ist es mehr Natur in der Kulturlandschaft zu schaffen. Das hilft den Bienen, den Schmetterlingen, aber auch dem Menschen.

Der Naturpark Dobratsch hat dazu gemeinsam mit der Marktgemeinde Bad Bleiberg naturnahe Grünflächen ausgewählt, die einen besonderen Artenreichtum aufweisen. Um diesen Artenreichtum zu erhalten, werden die Wiesen erst im August gemäht und das Mahdgut abtransportiert.

„9.000 m² wurden vom Naturpark auf dem Gemeindegebiet Bad Bleiberg für unsere Aktion „jeder m² zählt, Blühflächen für Bienen und Co.“ ausgewiesen, die Marktgemeinde Bad Bleiberg ist als Vorzeigegemeinde zu bezeichnen“, so Klaus Kugi, Obmann Naturschutzbund Kärnten.
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