20.04.2017, 15:00 Uhr

Riskantes Gspusi mit dramatischen Folgen

Schauspiel auf hohem Niveau: Das Ensemble der Theatergruppe Signal hat sich in ganz Kärnten schon einen Namen gemacht (Foto: Jost)

Die Theatergruppe Signal aus Arnoldstein steht mit neuem Stück auf der Bühne.
Von Iris Zirknitzer

ARNOLDSTEIN. Heuer feiert die Theatergruppe Arnoldstein ihr 25-jähriges Jubiläum. Nach einem Jahr Pause darf im Jubiläumsjahr wieder kräftig gelacht werden. Die Premiere des neuen Stückes „Kein bisschen Angst vor Eifersucht“ ist am Freitag, dem 21. April. Beginn ist um 20 Uhr im Kulturhaus Arnoldstein. Neun Mal stehen die „Signaler“ auf der Bühne. (Alle Termine siehe Infobox „Zur Sache“).


Verwechslungskomödie

Die turbulente Verwechslungskomödie in drei Akten, im Original von Marc Camoletti, fordert den Akteuren der Theatergruppe Signal alles ab. Für das Stück hat sich heuer ein siebenköpfiges Ensemble mit Stefan Wille, Karin Thurner, Felix Cabalier, Martina Erat, Lisa Bartlmä, Barbara Hörtner und Lukas Wille, zusammengefunden. Regie führt in altbewährter Manier Karl „Charly" Fritz. Er sucht die Stücke aus und verteilt die Rollen.

Seit Jänner wird geprobt

„Fixiert wurden die Rollen schon zu Weihnachten“, danach geht es mit den ersten Leseproben los“, weiß Martina Erat zu berichten. Die 25-Jährige ist seit 2015 bei der Truppe dabei. Ab Jänner trifft sich das Ensemble einige Male zur Stellungsprobe. Dabei wird festgelegt, wo die Akteure in jeder Szene stehen, bei welcher Türe sie hereinkommen oder hinausgehen, usw. Danach dürfen sich die Schauspieler für einige Zeit zuhause ins stille Kämmerchen zurückziehen. „Jeder muss nun seinen Text einstudieren, bevor wir uns gemeinsam für die Textproben treffen und Akt für Akt durchgehen. Da sollte jeder seinen Part schon gut beherrschen“, so Martina. Sie verkörpert im Stück die engagierte Geliebte. Karl Fritz hat das Original inhaltlich etwas verschlankt und einige ausführlichere Textpassagen gestrichen. Eine Überraschung selbst für jene, die das Stück kennen, wird vor allem der Schluss sein. „Den haben wir völlig anders gestaltet“, verkündet Martina.

Heiße Phase

Derzeit ist die Truppe mitten in der heißen Phase. So wenige Tage vor der Premiere treffen sich die Akteure täglich zur Probe. „Die Proben sind zeitaufwendig. Wir treffen uns meist um 18 Uhr und proben oft bis nach Mitternacht“, berichtet Martina. Auf der Bühne muss bei den Aufführungen alles „im rechten Licht“ sein. Franz Gasparin und Romana Moser sorgen für die richtige Kameraeinstellung. Hermann Tauber ist für die Technik zuständig. „Er ist unser guter Geist und bei jeder Probe dabei. Hermann ist daher gleichzeitig unser Souffleur; er kennt jeden Akt in- und auswendig“, weiß Martina. Auch die Proben fängt er mit seiner Kamera ein. Das Filmmaterial wird für die Analyse der Schauspieler und ihrer Kunst hergenommen. Ebenso zeichnet er sich für den Endfilm verantwortlich. Für das perfekte Styling (Make-up und Frisur) sorgt Gabi Miggitsch. Für die Gestaltung der Bühnenkulisse bringt Lisa Bartlmä ihr kreatives Händchen ins Spiel. Die Möbel stellt ein Villacher Möbelhaus zur Verfügung.


Fiebern vor dem großen Tag

Das Ensemble fiebert schon dem großen Tag, der Premiere entgegen. „Das ist wie ein Nervenkrimi. Wenn die Premiere gut gelaufen ist, gehen die anderen Aufführungen ganz leicht von der Hand“, sagt Martina. Wer sich das Stück ansehen möchte, muss schnell sein. Die neun Termine sind fast alle ausverkauft. Für Sonntag, den 30. April (am nächsten Tag ist Feiertag, der 1. Mai) gibt es noch mehrere Karten. Zwei große Ziele hat sich die Gruppe gesteckt: Martina: „Wir wollen ab nächstem Jahr jährlich ein Stück aufführen. Und wir möchten uns als Truppe vergrößern und suchen junge Leute, die sich für das Schauspiel interessieren."

Zur Sache

"Kein bisschen Angst vor Eifersucht": die Termine:
•Freitag 21. April, 20 Uhr (Premiere)
•Samstag, 22. April, 20 Uhr
•Sonntag, 23. April, 18 Uhr
•Freitag, 28. April, 20 Uhr
•Samstag, 29. April, 20 Uhr
•Sonntag, 30. April, 20 Uhr
•Freitag, 5. Mai, 20 Uhr
•Samstag, 6. Mai, 20 Uhr
Nachmittags-Vorstellung:
•Sonntag, 7. Mai, 15 Uhr
Die Aufführungen finden im Kulturhaus Arnoldstein statt.

Karten:
•Im Vorverkauf (15 €) erhalten Sie diese bei der Raiffeisenbank Arnoldstein oder bei den Mitgliedern der Theatergruppe
•Kartenreservierung: (17 €) über das Theater, Tel. 0665 65160034
•Abendkasse: 17 €

Zum Inhalt des Stücks:

Stefan hatte seiner Ehefrau gesagt, dass er nach Feierabend immer für einige Stunden zum Pokern in eines seiner Kasinos geht. Da es schon spät und er immer noch nicht zuhause ist, ruft sie dort an und erfährt, dass man ihren Mann schon seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen hat.
Kurz danach kommt Stefan nach Hause und behauptet dreist, er käme von dort. Als seine Frau ihn mit seiner Lüge konfrontiert, schlägt er mit einem ziemlich überrraschenden Geständnis zurück: er behauptet, dass er sich eine Geliebte als Ausgleich dafür zugelegt habe, da sie sich zuerst einen Liebhaber genommen hätte.
Karin verschlägt es die Sprache: sie hat in Stefans Abwesenheit tatsächlich regelmäßig Herrenbesuch.
Als die Ehefrau daraufhin beschließt, sowohl Martina, die vermeintliche Geliebte, als auch den offensichtlichen Liebhaber Felix zu einem gemeinschaftlichen Tete-a-tete zu bestellen, nimmt das Unheil seinen Lauf.
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