29.11.2017, 12:02 Uhr

Gailtalbahn: Unterstützung vom Land ist zugesagt. Weitere Finanzgespräche sind noch offen

(Foto: Verein Gailtalbahn)
GAILTAL (iz). Für den Verein Gailtalbahn sind die jüngsten Gespräche mit der Landespolitik zufriedenstellend verlaufen. Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig, Landesrat Gernot Darmann und Landesrat Rolf Holub sowie die zuständigen Landesabteilungen sagten dem Verein Unterstützung für den Erhalt und die Nutzung der stillgelegten Strecke von Hermagor nach Kötschach zu. In den Verhandlungen wurde über weitere Details diskutiert.
Als zukünftiger Besitzer der Strecke hat das Land Kärnten jedenfalls jetzt eine schriftliche Einverständniserklärung abgegeben, dass der Verein bzw. die Betriebsgesellschaft die Anschlussbahn beantragen kann.

Einreichfrist

Die Einreichfrist für die Nutzung der Bahnstrecke als Anschlussbahn endet mit 9. Dezember. Der Verein wird augenscheinlich seine Hausaufgaben termingerecht abgeben können. Vereinsobmann Andreas Mühlsteiger ist zuversichtlich: „Der Verein wird den Antrag für die Anschlussbahn bzw. der Betriebsgesellschaft termingerecht bei der BH einreichen.“
Darüber hinaus sagte das Land dem Verein Unterstützung für den touristischen Betrieb mit Draisinen zu und ist gewillt finanzielle Mittel für die Anschubfinanzierung bereitzustellen.
Derzeit haben die Landesvertreter eine Anschubfinanzierung von ca. 300.000 Euro für die ersten zwei Jahre in Aussicht gestellt.

Finanzierungsgespräche laufen
In weiteren Gesprächen soll über weitere Finanzierungsmöglichkeiten verhandelt werden. Auch EU-Förderungen werden in Betracht gezogen.
Bis zum Jahr 2020 rechnet man mit Kosten von rund 830.000 Euro. Ab dann soll der Betrieb der Strecke kostendeckend laufen. Um diesen Betrag locker machen zu können, ist ein entsprechender Regierungssitzungsbeschluss notwendig. In den kommenden Verhandlungen wird auch ausgelotet werden, inwieweit sich die Gemeinden bzw. der Tourismus finanziell beteiligen kann.
Ob der Verein seine Interessen durchsetzen kann, hängt folglich davon ab, wie weit alle Beteiligten bereit sind bei dem Vorhaben mitzugehen.
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