08.06.2016, 08:21 Uhr

Hermagor: Aus für die Dauerparker

Halten ja, Parken nein. In der Begegnungszone in Hermagor will man bei Parksündern nun strenger durchgreifen

Ab 1. Juli werden in Hermagors Begegnungszone Dauerparker nicht mehr toleriert.

HERMAGOR (iz). Seit dem 14. Juli 2015 gibt es in Hermagor – im Kreuzungsbereich 10. Oktober Straße, Gasserplatz, Hauptstraße in westliche Richtung bis zum Ende des Hauptplatzes – eine Begegnungszone.

Übergangsphase passé'

Die Begegnungszone darf laut Gesetzesverordnung von Fußgängern und motorisierten Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt benützt werden kann. Gemäß dem Paragraf 76c StVO der Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt für Begegnungszonen, dass Parken in einer solchen nur an eigens dafür gekennzeichneten Stellen erlaubt ist.
Der Alltag hat aber gezeigt, dass sich in der Hermagorer Begegnungszone das Dauer-Parken verbreitet hat. Vor allem der Platz vor der Pfarrkirche Hermagor hat sich als fruchtbares Pflaster für solches erwiesen. Bis jetzt galt für „Parksünder“ eine Art Übergangsphase – was bedeutet: mit dem Abstrafen war man bisher eher zurückhaltend. Diese Übergangsphase war quasi ein Übereinkommen, das im Gemeinderat getroffen wurde. „Wir wollten vorerst abwarten, wie sich die Situation in der Hauptstraße in Bezug auf das Parken entwickelt“, so Bürgermeister Siegfried Ronacher auf die Frage, warum man nicht schon mit Einführung der Begegnungszone Dauerparkern die rote Karte gezeigt hat.

Gesetz Folge leisten

Nun sieht man sich, nicht zuletzt auch auf Drängen der Exekutive, gezwungen, dem Gesetz Folge zu leisten. Mit 1. Juli soll die Polizei Dauerparker auch rigoroser abstrafen. Bürgermeister Ronacher bestätigt: „Die Exekutive wird ab 1. Juli 2016 Kontrollen durchführen, die Vorschriften ahnden und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen einschreiten.“

Halten erlaubt

Die Begegnungszone in Hermagor hat man für PKWs nun so konzipiert, dass sie nicht zum Parken, sondern ausschließlich zum Halten von maximal zehn Minuten dient.
Ronacher: „Der Platz soll ein Ort zum Flanieren und Verweilen sein. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir diesen Grundgedanken auch leben. Wir haben die Verkehrsbewegungen in letzter Zeit im Auge behalten und evaluiert. Leider wird der Haltebereich des Öfteren doch als ‚Parkplatz‘ angesehen.“ Dass die Regelung für ordnungsgemäßes Parken schlussendlich eingehalten werden soll, dafür plädiert Stadtrat, Verkehrsreferent Hannes Burgstaller (ÖVP) und sagt: „Das Thema hatten wir im Gemeinderat schon öfters am Tisch. Eigentlich gelten die gesetzlichen Bestimmungen für die Begegnungszone seit der Einführung im Juli 2015. Der Zustand des Dauerparkens ist eine unzumutbare Lösung und spricht gegen die Vorschriften der Verkehrsordnung.“
Auch Vizebürgermeister Leopold Astner (ÖVP) betont die Dringlichkeit: „Es ist an der Zeit, dass die Begegnungszone in geregelte Bahnen kommt. Bei vielen Autofahrern wird eben ein Umdenken stattfinden müssen.“ Tourismus- und Wirtschaftsreferentin Christina Ball (FPÖ): „Damit wird auch der Grundgedanke, einer solchen Zone erfüllt.“
Die Sorge, dass es nun zu wenig Parkplätze gäbe, sei, laut den Politikern, unberechtigt. Es gäbe genug Ausweichmöglichkeiten, etwa die Parkplätze in der Kury-Gasse, den „Langegger“-Parkplatz, die Parkplätze Nähe HLW und viele mehr. Die Zeit bis zum ersten Juli wollen Hermagors Stadtpolitiker nutzen, um die Bürger dahingehend zu informieren. Auch mit den Unternehmern will man das Gespräch suchen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.